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Bitburg: Duell der Enttäuschten gegen die SG Hochwald

. : Duell der Enttäuschten steigt in Bitburg

Fußball-Rheinlandliga: Bierstädter und Hochwälder wollen Boden gutmachen – Mehring steigt nach Spielpause und Grippewelle wieder ein.

FSV Trier-Tarforst – TuS Montabaur (Samstag, 17.30 Uhr, Rasenplatz Tarforst)

Ausgangslage: Tarforst liegt mit Malberg und Andernach punktgleich (13) an der Spitze und empfängt mit Montabaur den Tabellenvorletzten. Der TuS verlor zuletzt 0:2 gegen Ellscheid und hat schon 17 Gegentreffern kassiert. Zudem hat keine Mannschaft weniger Tore (sechs) erzielt als die von Sven Baldus trainierten Schützlinge. FSV-Trainer Holger Lemke warnt dennoch: „Es gibt in der Rheinlandliga keine einfachen Spiele. Zudem wissen wir nach unserem knappen 3:2-Sieg gegen Montabaur von vor einem Jahr, dass wir auf eine sehr schwierig zu bespielende Mannschaft treffen.“ Der FSV setzt alles daran, dass die Serie aus vier ungeschlagenen Ligaspielen ausgebaut wird.

Personal: Die Trierer Höhenkicker müssen im Vergleich zur Vorwoche mit Mohammad Rashidi (Gelb-Rot-Sperre) und Ruben Herres (Nasen-Operation) auf zwei weitere Spieler verzichten.

FC Bitburg – SG Hochwald-Zerf (Samstag, 18 Uhr, Rasenplatz Bitburg)

Ausgangslage: Mit je vier Punkten stecken die Bitburger derzeit ebenso im Tabellenkeller fest wie die Zerfer. Steigern müssen sich die Kontrahenten in der Offensive: Die von Fabian Mohsmann und Robin Mertinitz trainierten Hochwälder haben acht Treffer aufzuweisen und sind dabei auf Stürmer Nils Hemmes angewiesen, der die Hälfte der SGH-Treffer erzielt hat.

Fabian Ewertz und sein Team haben sechs Treffer zustandegebracht. Der FC-Trainer sieht die aktuelle Situation so: „Unser 0:2 gegen Morbach war Mist, und wir stehen noch nicht dort, wo wir stehen wollen. Nun wollen wir gegen Zerf einen Dreier landen, sind aber Außenseiter.“ Die Hochwald-SG wartet auf den ersten Auswärtspunkt und möchte laut Fabian Mohsmann jetzt gleich dreifach punkten: „Wir wollen uns in der Chancenverwertung steigern, mehr Cleverness in der Defensive aufweisen und über 90 Minuten konzen­triert überzeugen. Die Mannschaft zeigt sich im Training gut gelaunt und möchte sich für die guten Leistungen der vergangenen Wochen erstmals in der Fremde belohnen.“ Der Spielertrainer der Vereinigten aus Zerf, Greimerath, Hentern und Lampaden erwartet ein Bitburger Team, das mit schnellen und quirligen Offensivleuten für Gefahr sorgen könnte.

Personal: Im FCB-Kader fehlen Kai Edringer (Achillessehnenprobleme) und Leander Schwedler (Bänderverletzung). Zerf muss auf Kevin Keck (Schlüsselbeinbruch), Patrick Dres (Rekonvaleszenz nach Muskelriss) und Peter Irsch (Muskelbündelriss) verzichten, während bei Tim Thielen (Muskelriss) und Lukas Thinnes (Achillessehnenprobleme) unter der Woche noch MRT-Termine anstanden und Einsätze fraglich waren.

SG Schneifel-Auw – FC Metternich (Samstag, 18 Uhr, Rasenplatz Auw bei Prüm)

Ausgangslage: Mehrere Gemeinsamkeiten weisen die mit je zehn Zählern punktgleichen Kontrahenten auf: Sowohl Schneifel (0:3 gegen Malberg) als auch Metternich (1:3 gegen Kirchberg) kassierte am sechsten Spieltag drei Gegentore und verließen als Verlierer das Feld. Dabei bilden die Koblenzer das offensivstärkste Team der Liga und trafen bislang 17 Mal (Schneifel: zehn Mal). Anfällig ist der FC Germania in der Defensive, denn mehr Gegentore (15) kassierten nur die Abstiegskandidaten Montabaur und Neitersen.

Schneifel-Trainer Johannes Mayer hat gute Erinnerungen an den kommenden Gegner: „Im September 2020 hatten wir ein super schönes Heimspiel gegen den damaligen Aufsteiger Metternich mit 3:1 für uns entschieden. Das war ein tolles Fußballspiel von beiden Teams, was Lust auf mehr machte.“

Personal: Weiterhin fehlen bei der SG Fabian Bannert (Bänderverletzung), Fabian Reusch (Aufbau nach Kreuzbandriss), Jan Pidde (private Gründe), Sebastian Zunk (Achillessehnenprobleme), Andreas Nellessen (Leistenbeschwerden) und Dennis Koziol (Bänderdehnung).

SG Ellscheid – SG Neitersen (Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Ellscheid)

Ausgangslage: Nach dem 2:0-Befreiungsgschlag gegen Montabaur blicken die Spieler des Trainergespanns Daniel Haas/Michael Häb dem nächsten Sechs-Punkte-Spiel gegen einen Konkurrenten aus den unteren Tabellengefilden optimistisch entgegen. Häb erwartet „ein Duell auf Augenhöhe, das wir auf jeden Fall für uns entscheiden wollen. Neitersen kommt ebenfalls über die Einstellung und den Kampf, aber wir haben Rückenwind“.

Personal: Die lange Ausfallliste der Alfbachtaler wird durch die Rückkehrer Jan Fritz und Matthias Alt ein wenig kürzer. Es fallen sieben Spieler aus.

SG 99 Andernach – FV Hunsrückhöhe Morbach (Sonntag, 15.30 Uhr, Kunstrasen Andernach)

Ausgangslage: Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Bitburg gäbe es für die Morbacher (zehn von bisher 15 möglichen Punkten errungen) leichtere Aufgaben als ein Auswärtsspiel gegen unbesiegte Andernacher. Die von Kim Kossmann trainierte SG blickt nach einem 0:0 zum Auftakt gegen Wissen auf vier Siege in Folge, erzielte dabei 14 Tore und grüßt als Tabellenführer. FVH-Trainer Thorsten Haubst warnt: „Andernach hat sich unter dem aktuellen Trainer gewandelt und ist nicht mehr nur über Standards gefährlich. Wir treffen auf ein sehr dynamisches, kämpferisches und laufstarkes Team.“

Personal: Bei der Fußballvereinigung Hunsrückhöhe fallen Dominik Thömmes (Knie), Marcel Schultheis (Adduktoren), Danny Schömer (Covid19-Nachwirkungen), Marius Kneppel (private Gründe), Marius Marx, Maximilian Schemer und Koffi Kanga (alle drei mit Muskelverletzungen) aus.

Ahrweiler BC – SV Mehring (Sonntag, 15.30 Uhr, Kunstrasen Heimersheim)

Ausgangslage: Optimaler hätte der Zeitpunkt des spielfreien Wochenendes für Mehring nicht sein können: 80 Prozent des SVM-Kaders waren krank und ein geregeltes Training unmöglich. „Bei uns ging eine Grippe um, weshalb ein Training komplett ausfiel und eine andere Einheit von unserem Torwarttrainer übernommen wurde. Daher kam die Pause zur richtigen Zeit“, sagt Trainer Stephan Zwaag.

Gegen den Ahrweiler BC, der im bislang einzigen Heimspiel einen 5:1-Triumph gegen Morbach feierte, sei man klarer Außenseiter, wolle aber „alles reinhauen“. In der Ahrweiler Offensive überragt der von Oberligist TuS Koblenz zurückgewechselte Almir Porca, der in vier Spielen sehr starke neun Tore fabrizierte. Die Gäste reisen nach dem 3:0 gegen Mayen vor 14 Tagen mit einem guten Gefühl an und bezeichnen den zweiten Saisonsieg (zuvor gelang ein 3:1 gegen Tarforst) als „brutal wichtig fürs junge Team, zumal wir zu Null spielten“, so Zwaag.

Personal: Die Moselaner müssen auf Sebastian Dietz (Kreuzband- und Meniskusoperation erfolgt) und Soumah Alkaly Morlaye (Rot-Sperre) verzichten, während der Einsatz von Mergim Podvorica (Knie) fraglich ist.