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Corona-Startmodus birgt beim Vulkanbike Herausforderung für MTB-Spitze

Vulkanbike-MTB-Marathon : Corona-Startmodus birgt Herausforderung (Fotos)

Beim Vulkanbike rund um Daun wurden mehr als 1300 Mountainbiker im Ziel gezählt. Peter Schermann gewann das Kurzstreckenrennen.

(teu) Kette rechts und immer Vollgas, so lautete das Motto für die Spitzenfahrer beim Vulkanbike-MTB-Marathon. Wer bei der ersten Sportveranstaltung in der Region Trier mit vierstelliger Teilnehmerzahl dabei sein wollte, stand am vergangenen Samstag vor besonderen Herausforderungen.

„Durch den neuen Modus, dass man nicht wusste, wer wann in welchem Block startet, musste man gucken, dass man das Tempo hoch hält“, erzählt Peter Schermann. Nachdem der aus Wittlich stammende und nun in Trier lebende 32-Jährige im vergangenen Jahr krankheitsbedingt auf die DM im Rahmen seines Heimrennens verzichten musste, ließ er es sich trotz Verpflichtungen in der WM-Qualifikation diesmal nicht nehmen dabei zu sein - wenn auch nur auf der 38-Kilometer-Kurzstrecke. Zusammen mit Lukas Ittenbach und dem ehemalige deutschen Seniorenmeister Max Friedrich vom baden-württembergischen RSC Öschelbronn fand Schermann in seiner Startgruppe (jeweils 50 Sportler, die noch einmal in Zehner-Blocks aufgeteilt wurden) Begleiter, mit denen er zunächst gemeinsam das Tempo hochhalten konnte. Im ersten langen Anstieg durch den Lehwald bei Mehren versuchte er die Dreiergruppe zu sprengen. Aber Ittenbach blieb an seinem Hinterrad. „Lukas ist sehr, sehr stark gefahren“, zollte Schermann dem 19-Jährigen vom RV Schwalbe Trier Respekt.

Ittenbachs Ausdauer wurde mit dem sechsten Platz belohnt. Schermanns Tempohatz mit den Sieg in Streckenrekordzeit von 1:24:25,9 Stunden. Keine Sekunde zu schnell! Denn in einer anderen Startgruppe gestartet, war Tobias Willmes aus Rhens nur eine Zehntelsekunde langsamer.

Viola Rech aus Oberkail, sonst als Läuferin unterwegs, verpasste als Viertplatzierte über 38 Kilometer einen Podestplatz beim Vulkanbike nur knapp. Foto: Holger Teusch

So knappe Entscheidungen gab es dann zwar in keine der übrigen drei Distanzen. Erfreulich: Über 65 Kilometer schaffte es mit der U-19-Besten Hannah Meyer vom RSC Stahlross Wittlich als Sechstplatzierter eine junge Fahrerin aus der Region Trier unter die besten Zehn. Über 38 Kilometer schrammte die sonst bei Laufwettkämpfen anzutreffende Viola Rech aus Oberkail als Vierte nur um etwa eine halbe Minute an einem Podestplatz vorbei. Bei den erstmals ausgetragenen deutschen E-Bike-Meisterschaften (mit allerdings nur 27 Teilnehmern im Ziel) sicherten sich Alina Bähr (MTB-Team Oppenau) und Jochen Kaess (Ofterdingen) die Titel. Markus Kersten vom RV Schwalbe Trier wurde Fünfter.

Im Jugendcup gewann Luca Heck vom RSC Prüm das Rennen der U-17-Juniorinnen über 38 Kilometer mit mehr als einer Viertelstunde Vorsprung. Bei den Unter-13-Jährigen musste sich Niels Kleiber nur knapp geschlagen geben. Der Nachwuchsfahrer vom RSC Stahlross Wittlich lag nach 5,4 Kilometern nur vier Sekunden hinter Sieger Florian Werres (Team Oberahr). In der Altersklasse U 11 belegten Pascalina und Matteo Mick (beide Nerobiker) den zweiten beziehungsweise dritten Platz. Bei den Sieben- und Achtjährigen gewann Elias Paul Werle (MTB Saar-Obermosel) vor Hendrik Blehm und Simon Müller (SV Darscheid).

Umgekehrte Reihenfolge am Totenmaar: Sven Baumann führte nach der Hälfte der 38-Kilometer-Distanz das Feld der deutschen E-Bike-Meisterschaften vor Sönke Wegner und dem späteren Titelträger Jochen Kaess an. Foto: Holger Teusch

Ergebnisse:

Frauen, 100 km: 1. Nina Kuhn (RC Bierstadt) 4:17:35 Stunden, 2. Tanja Priller (Wolfratshausen) 4:38:15, 3. Bettina Dietzen (Ulmen) 4:38:55. 88 km: 1. Rebecca Fondermann (Bonn) 4:41:32, 2. Sibel Fishfer (RC Victoria Neheim) 4:46:31, 3. Angelique Schmitt (Frankreich) 5:00:11. 65 km: 1. Katharina Kurz (Heidelberg) 2:47:52, 2. Sabine Duck (Bonn) 2:51:22, 3. Franziska Scheffler (Hagen) 2:54:05, 6. Hanna Meyer (RSC Stahlross Wittlich/1. U 19) 3:04:45, 7. Lea Hoffmann (Pünderich/Ciclista RCC) 3:07:31, 12. Nadja Warken (GesundLand Vulkaneifel) 3:21:31, 19. Sarah Wilde (RSC Prüm) 3:28:08, 24. Doris Weber (Wittlich) 3.45:51. 38 km: 1. Camille Veroqui (Frankreich) 1:45:50, 2. Danae Stroubouli (Griechenland) 1:47:18, 3. Mieke Vanlangernaeker (Belgien) 1:54:31, 4. Viola Rech (Oberkail) 1:55:10, 6. Raphaela Reichert (RV Schwalbe Trier) 1:57:24. DM E-Bike (38 km): 1.1:17:24 Stunden.

Männer, 100 km: 1. Jasper Ockeloen (Niederlande) 3:28:12 Stunden, 2. Kevin van Hoovels (Belgien) 3:31:53, 3. Karl Platt (Osthofen/Team Bulls) 3:31:53, 45. Matthias Simonis (Pünderich/Ciclista RCC) 3:59:49, 46. Tim Greis (Trier/Ciclista RCC) 4:00:15. 88 km: 1. Mathias Frohn (Team Firebike) 3:11:40, 2. Lukas Kersting (Scenty 1 Racing) 3:17:21, 3. Mario Kaulart (Team Firebike) 3:21:35, 21. Florian Crump (Radsport Eifel Lissendorf) 3:45:48, 43. Garvin Pfeiffer (Breit/RC Pfälzerwald) 4:00:50. 65 km: 1. Noah Jung (Gießen) 2:16:35, 2. Thomas Lehnen (Belgien) 2:17:35, 3. Steffen Rick (Essen) 2:19:06, 22. Philipp Schmidt (RSC Stahlross Wittlich/Ciclista RCC) 2:38:57. 38 km: 1. Peter Schermann (Trier) 1:24:25,9, 2. Tobias Willmes (Rhens) 1:24:26,0, 3. Julian Huber (Remchingen) 1:25:01, 6. Lukas Ittenbach (RV Schwalbe Trier) 1:25:43. DM E-Bike (38 km): 1. Jochen Kaess (Ofterdingen) 1:09:48, 2. Sönke Wegner (Kirchzarten) 1:09:52, 3. Sven Baumann (Hildburghausen) 1:10:33, 4. Constantin Kolb (Darmstadt) 1:13:02, 5. Markus Kersten (RV Schwalbe Trier) 1:13:09, 6. Niclas Zimmer (Gießen) 1:13:25, 7. Timo Igelmund (Stadtkyll/Koblenz) 1:15:46.

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