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Corona-Verordnung Rheinland-Pfalz: So läuft's mit 2G-plus im Sportverein

Neue Corona-Landesverordnung : 2G-plus im Sport: So läuft’s in Vereinen

Testpflicht sorgt für Mehraufwand. PSV Wengerohr richtet eigene Teststation ein.

Viele Nachfragen, verunsicherte Mitglieder, großer Organisationsaufwand für Vereinsverantwortliche und Übungsleiter: Auch die neue, seit Samstag geltende 29. Corona-Bekämpfungsverordnung stellt die Sportvereine in der Region vor Herausforderungen.

Diesmal geht’s vor allem um die 2G-plus-Regel für den Sport im Innenbereich. Mitmachen dürfen laut Verordnung aktuell nur Sportler und Übungsleiter, die geimpft oder genesen sind und einen negativen Corona-Test vorzeigen können. Von der Testpflicht befreit sind Kinder bis zum dritten Monat nach ihrem zwölften Geburtstag, geimpfte und genesene Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren sowie Erwachsene, die ein Auffrischungs-Impfzertifikat vorzeigen können (gültig ab dem Zeitpunkt der sogenannten „Booster“-Impfung).

„Es gibt viele Nachfragen, bei uns klingelt das Telefon ordentlich“, berichtet Hiltrud Schilz, Geschäftsführerin des PST Trier. Auch Claudia Pütz, Geschäftsführerin des PSV Wengerohr, stellt einen regen Informationsbedarf der Mitgliedschaft fest.

Der Aufwand, vor dem Sportkurs erst einen Corona-Test machen zu müssen, stellt durchaus eine Hürde dar. „Vor den Testzentren herrscht derzeit viel Betrieb. Man muss teilweise lange anstehen. Und Selbsttests sind vielerorts auch nicht einfach zu bekommen“, sagt Schilz. Gleichzeitig könne der Verein nicht auf längere Sicht Tests für die Mitglieder vorhalten: „Aktuell haben wir noch einen kleinen Bestand hier. Aber wir sind nicht in der Lage, wöchentlich 2000 Tests zur Verfügung zu stellen.“

Sowohl beim PST als auch beim PSV geht’s derzeit darum, die Zeit bis zu den Weihnachtsferien so gut wie möglich zu organisieren. In Wengerohr hat man dazu eine eigene Teststation für Vereinsmitglieder eingerichtet. Seit Montag können Mitglieder einen selbst mitgebrachten Schnelltest unmittelbar vor der jeweiligen Trainingsstunde unter Aufsicht vom Verein beauftragter Personen am Vereinsheim in Wengerohr vornehmen. Die Selbsttests werden vom PSV zur Vorlage beim Übungsleiter bescheinigt und gelten für die unmittelbar folgende Sport­einheit.„Die Übungsleiter haben mit der Einhaltung des Hygienekonzepts schon genug zu tun. Mit dem Service können wir ihnen die zeitintensive Kontrolle der Corona-Tests abnehmen. Würden die Übungsleiter das auch noch machen müssen, bliebe von einer 45- oder 60-Minuten-Einheit am Ende vielleicht nur eine halbe Stunde für den eigentlichen Sport übrig. Das kann’s nicht sein“, erläutert Pütz.

Grundsätzlich ist der organisierte Sport im Land froh, dass weiterhin Sport ermöglicht wird und kein neuerlicher Lockdown für geschlossene Hallen und Plätze sorgt – vor allem mit Blick auf die Kinder und Jugendlichen. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass die Politik erkannt hat, Kindern und Jugendliche weiter Bewegung und Sport zu ermöglichen. Der Sport sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche ihre physische und psychische Gesundheit stärken“, sagt Wolfgang Bärnwick, Präsident des Landessportbunds Rheinland-Pfalz.

Doch es gibt auch Absagen  – im Erwachsenenbereich, etwa beim PSV Wengerohr. Die Kurse werden aber weiterhin online angeboten (https://polizeisportverein.de/online-sportangebote/). Claudia Pütz: „Bei uns sind zum Beispiel Yoga-Kurse in Präsenz abgesagt worden. Sie sollen der Entspannung dienen, doch der ganze Aufwand mit der Testpflicht im Vorfeld sorgt nicht gerade für Entspannung.“