Das ITF-Future-Turnier auf den Plätzen des TC Trier startet  am Wochenende mit dem Sprung in eine neue Zeitrechnung.

Tennis : Spiel, Satz und Sieg für die Zukunft

Das ITF-Future-Turnier auf den Plätzen des TC Trier startet  am Wochenende mit dem Sprung in eine neue Zeitrechnung.

Der Name hatte sich eingeprägt: Das Tennis-Challenger-Turnier auf der Anlage des TC Trier war dank des Hauptsponsors über Jahre hinweg für viele schlicht der „Bitburger Tennis-Grand-Prix“. 

Die Braugruppe aber  machte im vergangenen Jahr nach einer Neuausrichtung des konzerneigenen Marketings Schluss mit seinem Engagement. Turnierdirektor Markus Grundhöfer wusste bei der Siegerehrung 2017  noch nicht,   ob die Veranstaltung, die im Laufe der Jahre viele spätere Weltklasse-Profis hervorgebracht hatte, noch eine Zukunft hat. 

Bis Dezember musste die Veranstaltung bei der Internationalen Tennis-Föderation (ITF) angemeldet sein.

Zudem wollte Grundhöfer weg vom ungeliebten Sommerferien-Termin. Grundhöfer: „Für die Resonanz beim Publikum ist das nicht gerade berauschend.“

15 000 Dollar Preisgeld musste Grundhöfer auftreiben. Eine Summe, die auch ein Macher mit einem weitreichenden Netzwerk nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln kann. Zumal nicht nur das Preisgeld benötigt wird. „Insgesamt kostet uns das Turnier etwa das Doppelte“, rechnet Grundhöfer vor.

Allen Unkenrufen zum Trotz: Es wird auch in diesem Jahr wieder „Spiel, Satz und Sieg“ auf der TC-Anlage heißen. Dem  Veranstalter gelangen beide Vorhaben: Dank Mithilfe aus den eigenen Reihen und ein paar „Anschubsern“ bei lokalen und regionalen Sponsoren hat das Turnier zumindest eine mittelfristige Zukunft. „Es ist nicht so, dass uns alle die Bude eingerannt haben, um uns finanziell zu helfen. Aber Ende des Jahres war dann doch alles in trockenen Tüchern“, blickt Grundhöfer kurz vor dem Start des 2018er-Turniers zurück. Und am August-Termin, sagt er, „würde ich gerne festhalten“.

Los geht es an diesem Sonntag. Am kommenden Samstag wird auf dem Centre-Court das Finale ausgetragen, bei dem der Nachfolger des russischen Vorjahressiegers Alexander Watutin ermittelt wird. Die Setzliste führt die Nummer 271 der Herren-Weltrangliste an: Jan Choinski, der 2015 Turniersieger in Trier war und  2017 auf der Trierer Asche im Halbfinale stand.

Die Liste der späteren Tennis-Prominenz, die schon die „Rote Erde“ der TCT-Plätze malträtiert hat, ist lang: Da ist der deutsch-jamaikanische Paradiesvogel Dustin Brown  zu nennen. Oder der Sieger von 2016, Maximilian Marterer. Der Nürnberger nimmt im Moment Weltranglistenplatz 47 ein und drang  in diesem Jahr bei den French Open bis ins Achtelfinale vor. 

Ob auch in diesem Jahr wieder Spieler gleichen Kalibers, von denen man später hören wird, dabei sein werden, kann Grundhöfer nicht voraussagen. Am kommenden Samstag wird sich der Sieger nicht nur über  ein Preisgeld von 2160 US-Dollar, sondern auch über 18 Punkte für die Weltrangliste freuen.

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