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David Juncker (HSG Wittlich): Ein Mann für mehr Kontinuität​

Regionaler Handball : David Juncker: Ein Mann für mehr Kontinuität

Mit dem 46-Jährigen als neuem Coach soll die zuletzt große Fluktuation auf dem Trainerposten der zweiten Damen-Mannschaft der HSG Wittlich ein Ende haben.

David Juncker, 46 Jahre alt, ist bereits ein erfahrener Handball-Trainer. Aber diese Aufgabe nötigt selbst dem Konzer großen Respekt ab. Weil die Übernahme in der bereits recht weit fortgeschrittenen Saison erfolgt – und weil die Tabellenkon­stellation große Spannung verspricht.

Juncker ist als Nachfolger von Interimstrainer Andreas Limberger seit wenigen Tagen der neue Coach der zweiten Damen-Mannschaft der HSG Wittlich in der Rheinlandliga – und froh, dass er nicht direkt ins kalte Wasser springen musste. Wegen vieler Ausfälle hätte der HSG-Reserve fürs Spiel am vergangenen Wochenende beim TV Welling nur ein Mini-Aufgebot zur Verfügung gestanden – der TVW willigte zu einer Verlegung ein. „Das war absolut nicht selbstverständlich“, verweist Juncker auf die Tabelle, in der Welling nur einen Punkt hinter Wittlich lauert. Und die HSG ihrerseits ist nach einer überraschenden Niederlage der HSG Ruwertal als Zweiter nach Minuspunkten nun punktgleich mit den Mertesdorferinnen. „Im Meisterschaftsrennen hat sich die Lage für uns dadurch natürlich verbessert. Sollte sich am Ende tatsächlich die Tür zum Aufstieg öffnen, würde sich der Verein nicht dagegen sperren“, prognostiziert Juncker, der nach gut fünfeinhalb Jahren und zwischenzeitlichen Stationen beim HSC Igel und bei der DJK St. Matthias nach Wittlich zurückgekehrt ist – bei der HSG war er zwischen 2015 und 2017 für die zweite und später dritte Damen-Mannschaft verantwortlich. „Ich habe zuletzt ein Bild von mir aus der damaligen Zeit gesehen. Da sitzen hinter mir auf der Tribüne Mädchen, die jetzt meine Spielerinnen sind“, schmunzelt Juncker, der durch den Besuch des Wittlicher Rheinlandliga-Spiels bei der DJK/MJC Trier kurz vor Weihnachten auf den Radar der HSG geriet. Juncker: „Danach ging alles ganz schnell. Am 10. Januar war ich zum Gespräch beim Club, zwei Tage später wurde alles klargemacht.“

Nun heißt es: Spielerinnen kennenlernen, Abläufe studieren, ein Gefühl dafür bekommen, was jetzt gefordert ist.

Mit Juncker, der im Beruf Spezialist für Baufinanzierungen ist, soll die zuletzt große Fluktuation auf dem Trainerposten der zweiten Wittlicher Damen-Mannschaft ein Ende haben. Bei seinen bisherigen Stationen war Juncker mal länger (zum Beispiel sechs Jahre bei der Post Trier) und mal kürzer (weniger als ein Jahr bei einem Engagement in Luxemburg) im Amt. Er sagt ganz pragmatisch: „Mal passt es besser, mal schlechter.“ Wie es mit ihm bei der HSG passt? Die nächsten Wochen werden einen ersten Hinweis geben.