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Deutscher Meister mit FC Bayern: Für Dino Toppmöller wird Traum wahr

Deutscher Meister mit dem FC Bayern : Dino Toppmöller: Mit dem Titel wird ein Traum wahr

In Luxemburg war der Sohn von Klaus Toppmöller als Chefcoach mit Düdelingen dreimal Meister. Die nationale Krönung in Deutschland mit dem FC Bayern als Co-Trainer toppt für den Rivenicher aber alles Bisherige. Wie der 41-Jährige gefeiert hat – und wie er die Saison mit vielen Aufs und Abs bewertet.

Bierduschen auf dem Rasen der Allianz Arena, eine erste Party in der Kabine, dann ab zu einem Trend-Italiener in der Münchner Innenstadt: Die Feierlichkeiten nach dem zehnten Meistertitel der Bayern in Folge zogen sich bis in die frühen Morgenstunden. Dazu zig Nachrichten auf dem Handy, die beantwortet werden wollten. Kein Wunder, dass sich Dino Toppmöller erst am Sonntagabend beim TV zurückmelden konnte.

Für den 41-Jährigen ist ein Traum in Erfüllung gegangen. „In Deutschland will jeder im Fußball in die Bundesliga. Da reinzukommen, ist schon super schwierig. Mit den Bayern Meister zu werden, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin sehr stolz“, sagt Toppmöller.

Auch wenn die Bayern mal wieder ohne echte nationale Konkurrenz waren, will sich der Co-Trainer aus Rivenich (Kreis Bernkastel-Wittlich) die Meisterschaft nicht kleinreden lassen: „Es war ein hartes Stück Arbeit, auch wenn wir jetzt zwölf Punkte Vorsprung haben. Wir sind mega-happy. Zwischendurch war es für uns gefühlt schon eng. Zum Glück hat Dortmund auch gepatzt, als wir gepatzt haben.“

Toppmöller spricht von einer schwierigen Premieren-Saison. Mit Chefcoach Julian Nagelsmann und dem weiteren Assistenten Xaver Zembrod war er im vergangenen Sommer von RB Leipzig nach München gekommen: „Es gab viele unnötige Themen. Die Impf-Debatte um Joshua Kimmich, mehrere Corona-Fälle, Fragen um Vertragsverlängerungen.“

Auch Toppmöller ist sich darüber im Klaren, dass die Saison des FC Bayern wegen des vorzeitigen Scheiterns im DFB-Pokal und in der Champions League nur als mittelprächtig in die Annalen eingehen wird.

Doch Hadern ist für ihn keine Option: „Natürlich wären wir in den Pokal-Wettbewerben gerne weiter gekommen. Es muss unser Anspruch sein, den DFB-Pokal zu gewinnen. Und in der Champions League wäre das Halbfinale schon eine coole Sache gewesen. Wir versuchen, es im nächsten Jahr besser zu machen und greifen wieder an.“