Die Eifeler stellen die Weichen, um organisch zu wachsen. Vielleicht gibt’s zudem ein interessantes Comeback.

Regionaler Handball : SV Gerolstein: Ernüchterung?  – Fehlanzeige!

Die Eifeler stellen die Weichen, um organisch zu wachsen. Vielleicht gibt’s zudem ein interessantes Comeback.

Rein tabellarisch könnte die Lage bei den Handball-Herren des SV Gerolstein besser sein. Ein Sieg in zwölf Spielen bedeutet in der Verbandsliga West derzeit den letzten Platz.

Ernüchterung? Schlechte Laune? Fehlanzeige! – sagt SVG-Trainer Sandro Baumanns, der gleich mehrere Gründe für die magere Punkteausbeute nennt: etwa der beruflich bedingte Verlust von fünf Spielern vor der Saison oder zwischenzeitliche Verletzungprobleme im Tor.

So kommen in einer der jüngsten Mannschaften der Verbandsliga (Durchschnittsalter 21,5 Jahre) Woche für Woche gleich mehrere Nachwuchsspieler zum Zug. Für Baumanns, der auch über Erfahrungen in der Jugendarbeit verfügt, ist das ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können die Akteure wertvolle Erfahrungen sammeln. „Andererseits sollten 17-Jährige nicht unbedingt schon regelmäßig in der Verbandsliga zum Einsatz kommen“, sagt der Coach.

Baumanns plädiert für einen behutsamen Aufbau der jungen Garde – als „Ausnahmetalente“ im Gerolsteiner Kader bezeichnet er Sebastian Wolf und Simon Leonards. Sie in Gerolstein zu halten und weiterzuentwickeln, sei das Ziel. Baumanns: „Es geht darum, die Mannschaft zusammenzuhalten, organisch wachsen zu lassen und Spaß zu haben.“

Unabhängig vom Ausgang der aktuellen Spielzeit steht laut Baumanns fest, dass die Herrenmannschaft des SVG in der kommenden Saison in der Landesliga an den Start gehen wird – mit einer eigenständigen A-Jugend als Unterbau, nachdem die Jugendspielgemeinschaft mit Daun Geschichte ist. Im Jahr des 100-jährigen Bestehens des SV Gerolstein dient die aktuelle Saison bereits als Vorbereitung auf die kommende Spielzeit, in der es möglicherweise ein Comeback geben wird. So wird Edin Mesevic eventuell nochmals das Gerolsteiner Trikot überziehen.

Mesevic ist ein guter Freund von Baumanns – zusammen ist das Duo auch als Schiedsrichter-Gespann aktiv. Geht es nach Baumanns, könnten Mesevic und er ruhig öfters für Spiele auch in höheren Klassen angesetzt werden: „Wir kommen nur  in Partien ab der Landesliga abwärts zum Zug. Wir würden gerne viel mehr pfeifen – zumal doch überall Schiedsrichter gebraucht werden.“

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