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Motorsport
Je früher, desto spannender

Maß aller Dinge bei der Rallye Oberehe: Frank Färber geht in diesem Jahr erstmals mit einem Peugeot Super 2000 Werksauto an den Start.
Maß aller Dinge bei der Rallye Oberehe: Frank Färber geht in diesem Jahr erstmals mit einem Peugeot Super 2000 Werksauto an den Start. FOTO: TV / Jürgen C. Braun
Oberehe/Hillesheim. Die Rallye Oberehe hat mit Teams aus fünf Nationen ein erstklassig besetztes Teilnehmerfeld. Von Jürgen Braun

Zum 47. Mal geht am Samstag, 7. Juli,  eine der sportlich hochrangigsten  Eintages-Veranstaltungen im Rallyesport in der Region über die Bühne. Das mit Teams aus fünf Nationen gespickte Teilnehmerfeld der Rallye Oberehe weist auch in diesem Jahr eine exzellente Besetzung auf – auch wenn sich der Termin von Mitte August auf das erste Juli-Wochenende verschoben hat.

Sechs Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge bis zu 70 Kilometern in der nördlichen Vulkaneifel gilt es zu bewältigen. Die Klassifizierung seitens des Deutschen Motorsportbunds (DMSB) als  Lauf zum DMSB-Rallye-Pokal lockt zusätzliche Teams in der Vulkaneifel.

Der Mann, den es – wie so oft bei der Rallye Oberehe – zu schlagen gilt, ist auch in diesem Jahr wieder der mehrfache Gewinner und Vorjahressieger Frank Färber. Der schnelle Mann aus Neuwied ist  diesmal nicht mit seinem Mitsubishi Evo, sondern mit Beifahrer Peter Schaaf erstmals mit einem Peugeot S2000 am Start. In dem werksmäßig aufgebauten Fahrzeug geht Färber seinen insgesamt zehnten Gesamtsieg im Hillesheimer Land an.

Zu Färbers größten Konkurrenten zählt vor allem  Klaus Osterhaus (Unna) im Werks-Toyota GT 86. Ein Fahrzeug, das in der Kaderschmiede bei Toyota Motorsport in Köln aufgebaut wurde und auch noch den Sieg bei den zweirad-angetriebenen Autos nach Hause fahren soll.

„Wir haben trotz der Verlegung um sechs Wochen im Kalender wieder ein exzellentes Fahrerfeld zusammengekriegt. Die Fans können sich auf hochklassigen Rallyesport mit vielen neuen Prüfungen freuen“, sagt der Vorsitzende des ausrichtenden  Clubs MSC Oberehe, Wolfgang Bürgel.

Dennoch kann auch er nicht verhehlen, dass aufgrund von Termin-Überschneidungen und Urlaubszeit die Zahl der angemeldeten Teilnehmer bis zum Wochenbeginn mit 65 eher überschaubar war.  Fest steht immerhin die Teilnahme von zehn starken Allrad-Konkurrenten,  darunter Topteams aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg. Da der Lauf auch zur Luxemburger Meisterschaft zählt,  sind die Rallye-Asse aus dem Großherzogtum ebenfalls am Start.

Unter regionalen Gesichtspunkten ist die Youngtimer-Trophy  mit historischen Boliden einer der Höhepunkte der Rallye. Ihr Heimspiel bei der Veranstaltung in der nördlichen Vulkaneifel bestreiten  der Sarmersbacher Jürgen Lenarz im BMW M3, der Kerpener Erich Zimmer im BMW 318 sowie Chioma und Moira Monix aus Birresborn.

Die interessantesten Zuschauerpunkte sind in den Ortsgemeinden Walsdorf, Basberg, Niederbettingen und Roth. Sie sind vom Veranstalter ausgewiesen.

Start des ersten Fahrzeugs ist am Samstag um 12 Uhr an der Markthalle in Hillesheim, wo nach der Rückkehr der ersten Fahrzeuge gegen 18 Uhr am Abend auch die Siegerehrung mit anschließender Rallyeparty stattfinden wird.