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Dolphins Trier: Ein Schreiben lässt die Skepsis wachsen

Rollstuhlbasketball-Bundesliga : Dolphins Trier: Ein Schreiben lässt die Skepsis wachsen

Die Moselaner sehen sich für den Saisonstart in gut einer Woche sportlich und organisatorisch gerüstet. Aber ob die Spielzeit tatsächlich starten wird, ist noch unklar.

Noch gut eine Woche, dann soll es für den Rollstuhlbasketball-Bundesligisten Dolphins Trier mit dem Heimspiel gegen den Rekordmeister RSV Lahn-Dill endlich wieder losgehen (Samstag, 31. Oktober, 15 Uhr, Arena Trier).

Die Trierer sehen sich gerüstet, um Heimspiele unter Corona-Bedingungen austragen zu können: „Auch wenn im Moment nicht absehbar ist, ob wir alle Heimspiele wirklich mit Zuschauern spielen dürfen, haben wir alles in Bewegung gesetzt, um euch den Besuch der Spiele zu ermöglichen. Neben dem Umzug in die Arena Trier zählt dazu natürlich auch ein umfassendes Hygienekonzept“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Zu dem Konzept gehören das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Halle, sobald man den zugewiesenen Sitzplatz verlässt, sowie die Einhaltung von Mindestabständen und eines vorgegebenen Einbahnstraßen-Systems. Am Eingang wird Fieber gemessen – Besucher mit erhöhter Temperatur werden nicht reingelassen. Zur Versorgung des Publikums werden abgepackte Snacks und Getränke angeboten. Der Ausschank von Alkohol ist nicht erlaubt. Der Kartenverkauf wird nur vorab und online abgewickelt.

Auch der Spielplan steht. Weil mehrere Heimrechte getauscht werden mussten, ist er für die Dolphins „nicht gerade optimal“ (Spielertrainer Dirk Passiwan): Zwischen Ende November und Mitte Januar bestreiten die Dolphins demnach fünf (!) Auswärtspartien in Folge. Im Gegenzug beschließen die Trierer die Hauptrunde im Februar und März mit vier Heimspielen. Ob im Anschluss daran noch Playoffs und Playdowns ausgespielt werden, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Geplant ist, den Internet-Livestream der Heimspiele aufzuwerten – dank einer Kooperation mit dem Bürgerfernsehen OK54. So soll es unter anderem eine zweite Kameraperspektive geben.

Vieles wurde also geregelt, geplant, angestoßen. Doch kann angesichts steigender Corona-Infektionszahlen tatsächlich ab Samstag kommender Woche gespielt werden? Eine Mitteilung des Verbands lässt die Skepsis wachsen. Nach Auskunft von Passiwan lautet der Tenor des Schreibens, dass es zurzeit aufgrund der angespannten Lage unverantwortlich sei, den Spielbetrieb zu starten. So bleibt weiterhin vieles ungewiss, Passiwan rechnet mit einer endgültigen Entscheidung Anfang kommender Woche. Seine Prognose: „Es ist eine 50:50-Sache.“

Der Coach sagt: „Wir als Team bereiten uns so vor, dass wir spielen. Als Verein sind wir aber natürlich in einem Zwiespalt. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. An erster Stelle steht die Gesundheit der Spieler und der Zuschauer. Wirtschaftlich gesehen wäre es gut, wenn wir spielen können. Wir sind auf unsere Sponsoren angewiesen.“