SWT-Cup in Trier: Ehemaligentreffen an der Mosel

SWT-Cup in Trier : Ehemaligentreffen an der Mosel

Für Basketball-Zweitligist Gladiators Trier ist der SWT-Cup der Höhepunkt der Saisonvorbereitung: Mit dabei sind ein belgischer Top-Club, zwei Bundesligateams und jede Menge Ex-Trierer.

Bastian Doreth ist früh auf den Beinen in diesen Tagen. Um 6.30 Uhr, so erzählt er, seien die Nächte meist zu Ende. „Familienbedingt“, fügt der 30-Jährige hinzu und beginnt zu lachen. Als der Volksfreund ihn an diesem Morgen Anfang September telefonisch in Bayreuth erreicht, hat er soeben seinen anderthalbjährigen Sohn in die Krippe gefahren.

Doreth junior hält Doreth senior ganz schön auf Trab, wie der gebürtige Nürnberger erzählt. Den Hauptanteil daran, dass die Nächte im Hause Doreth derzeit äußerst kurz sind, hat allerdings eine junge Dame: Doreths zweieinhalb Wochen alte Tochter. „Nein, nein, langweilig wird’s im Moment nie zu Hause“, berichtet der Zweifach-Papa amüsiert. Die gute Nachricht: Am Wochenende könnte es seit längerem endlich mal wieder ein paar Stunden Schlaf am Stück geben für Bastian Doreth. Denn der Aufbauspieler gastiert mit seinem Team medi Bayreuth fernab der Familie in Trier. Der Anlass: der SWT-Cup in der Arena. Zu dem Saisonvorbereitungsturnier an der Mosel empfängt Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier neben Doreths Bayreuthern auch Bundesligist BG Göttingen sowie den belgischen Erstligaclub Belfius Mons-Hainaut.

Für Bastian Doreth ist das Turnier an der Mosel etwas Besonderes. Der 30-Jährige spielte in der Saison 2012/13 für die TBB in der Bundesliga. „Ich freue mich sehr, mal wieder nach Trier zu kommen, denn ich verbinde sehr viele schöne Erinnerungen mit der Stadt.“

Der FC Bayern verlieh den gebürtigen Nürnberger 2012 für eine Spielzeit an die TBB. Der Aufbauspieler kam zu 32 Einsätzen, spielte im Schnitt 18 Minuten und erzielte dabei durchschnittlich vier Punkte pro Spiel. „Wir hatten eine tolle junge Truppe damals und waren zumindest in der ersten Saisonhälfte auch sehr erfolgreich“, erinnert sich Doreth. „Danach gab’s einen kleinen Einbruch, der aber wohl der Unerfahrenheit geschuldet war.“

Das Leben in der „wunderschönen Stadt“, so erzählt der Nationalspieler, sei total angenehm gewesen. „Ich habe unweit vom Park Plaza Hotel in der Innenstadt gewohnt.“ Sehr häufig sei er mit Teamkollege Andi Seiferth in der Stadt Kaffee trinken gewesen, oder habe im Restaurant des Park Plaza Hotels vorbeigeschaut. „Wir hatten uns mit dem Koch angefreundet und dort so etwas wie einen kleinen Mittagsstammtisch“, berichtet der Franke.

Seinen früheren Trierer Teamkollegen Andi Seiferth hat Doreth auch nach Ende der TBB-Zeit nie wirklich aus den Augen verloren. Zunächst spielten beide für die Artland Dragons Quakenbrück – „mit Artland habe ich im Oktober 2014 auch mein letztes Spiel in Trier gemacht“, erinnert sich Doreth – und heute sind die beiden gemeinsam für medi Bayreuth aktiv. Doch Seiferth und Doreth sind nicht die einzigen Ex-Trierer, die sich am Wochenende beim SWT-Cup zum Ehemaligentreffen an der Mosel einfinden.

Auch der frühere Gladiator Justin Raffington ist seit dieser Saison für Bayreuth aktiv. Hinzu kommen die beiden Göttinger Mathis Mönninghoff (2012-2015 in Trier) und Dennis Kramer (2014-2015) sowie Mons-Co-Trainer Frank De Meulemeester, der in Trier einst als Assistent von Cheftrainer Yves Defraigne tätig war. „Das wird sicher eine tolle Zusammenkunft“, schätzt Bastian Doreth. „Schon verrückt, die alle mal wieder zu sehen: Besonders Jermaine Bucknor, den habe ich schon ewig nicht mehr getroffen.“

Die ProA, so erzählt Doreth dann noch, die verfolge er sehr genau. Daher sei er auch gut informiert über die Entwicklung der Gladiators. „Was ich ziemlich cool finde, ist, dass Jungs wie Rupert Hennen – der zu meiner Trierer Zeit noch ein kleiner Steppke war – den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben.“ Er hoffe, dass Trier den Weg zurück in die BBL in den kommenden Jahre packen werde. „Ich denke, da stimmen die vergangenen Jahre recht positiv.“

Ach ja, dass Triers Kultmasseur Aggy kürzlich seinen 60. Geburtstag feierte, hat auch Doreth vernommen. „Es gibt ja ganz gutes Bier in Bayreuth. Vielleicht bringe ich ihm da was mit.“

Mehr von Volksfreund