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Eintracht Trier: 5:1-Sieg ins Hesperingen – doch Coach Cinar übt Kritik

Fußball : Eintracht Trier: 5:1-Sieg – doch der Coach übt Kritik

Generalprobe geglückt – zumindest vom Ergebnis her: Fußball-Oberligist Eintracht Trier hat am Samstagnachmittag das letzte Testspiel der Wintervorbereitung mit 5:1 beim luxemburgischen Zweitliga-Spitzenreiter Swift Hesperingen gewonnen. Doch SVE-Trainer Josef Cinar mahnt.

Eröffnet wurde der Torreigen im Stadion Alphonse Theis in Hesperingen durch ein Eigentor von Lamine Fall (6.). Eine für Jonas Amberg gedachte Flanke von Tim Garnier lenkte der Swift-Akteur ins eigene Netz. Mit einem Schlenzer ins lange Eck erhöhte Edis Sinanovic auf 2:0 (27.) – zwei Minuten zuvor hatte Amberg den Pfosten getroffen. Kurz nach der Pause das 3:0, als Milad Salem ins lange Eck abschloss (48.). Das 4:0 ging auf das Konto von Amberg, der nach einer Sinanovic-Flanke den Ball unter die Latte drosch (55.). Per Foulelfmeter – Jason Kaluanga hatte nach Ansicht des Schiedsrichters Nico Perez strafwürdig zu Fall gebracht – kamen die insgesamt harmlosen Hesperinger durch Jordan Yeye zur Ergebniskosmetik (1:4, 67.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Jan Brandscheid, der nach einem vom Swift-Torwart zunächst parierten Schuss von Sinanovic abstaubte (83.).

Trotz des klaren Erfolgs war Eintracht-Trainer Josef Cinar mit dem Auftritt seines Teams nur bedingt zufrieden: „Mir haben das Tempo und die Bewegung ohne Ball gefehlt. Wir haben uns nach der frühen Führung etwas zurückgelehnt in der ersten Halbzeit. Wir waren uns zu schade, Wege zu machen und haben nicht die Intensität hereinbekommen wie in den anderen Testspielen. Wir haben zwar mit 5:1 gewonnen, aber es war nicht alles top.“

Aus Sicht des Trainers machte sich das Fehlen von Mittelfeldmotor Maurice Roth negativ bemerkbar – er fehlte ebenso erkrankt wie Torwart Denis Wieszolek (der Keeper wurde vom fahrig wirkenden Luca Merling vertreten). Cinar: „Wenn Maurice nicht auf dem Platz steht, fehlt uns ein dynamischer Spieler, der unheimlich viele Wege macht.“ Positiv verbuchte der Coach die Effektivität vor dem gegnerischen Tor: „Das sind wir auf dem richtigen Weg.“

Mit Blick auf das Auftaktmatch in der Oberliga kommenden Samstag zu Hause gegen Wormatia Worms (16 Uhr) fordert Cinar eine erhöhte Aufmerksamkeit: „Wir haben Hesperingen teilweise durch einfache Fehlpässe hinten eingeladen. Das müssen wir unbedingt korrigieren, denn mit Worms kommt eine Toptruppe nach Trier. Da brauchen wir eine Topleistung, um einen Sieg einzufahren.“

Notiz am Rande: Die Nachwuchskräfte Hendrik Thul und Jens Schneider fehlten im Eintracht-Aufgebot. Sie haben einen Denkzettel erhalten, da sie sich am vergangenen Donnerstag nicht an interne Regeln gehalten haben.

Aufstellung Trier: Merling – Kaluanga, Maurer, Kling (68. Balde), Heinz (68. Brodersen) – Fischer (68. Thayaparan) – Kinscher (68. Thaler), Salem – Amberg (68. Kahyaoglu), Sinanovic – Garnier (68. Brandscheid)