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Eintracht Trier: Ausbildungsverein – zweiter Anlauf

Eintracht Trier : Ausbildungsverein – zweiter Anlauf

Der SVE wird erneut vom Fußballverband zertifiziert. Was besser laufen muss als beim ersten Versuch.

Es sollte ein Meilenstein sein – entsprechend feierlich war der Rahmen: Im Moselstadion wurde Ende Mai 2018 der Vertrag unterzeichnet, der Eintracht Trier fortan als ,Ausbildungsverein im Aufbau’ – zertifiziert vom Fußballverband Rheinland – ausweist. Ein Label, das für professionelle Jugendarbeit im Verein steht, ohne dass er ein Nachwuchsleistungszentrum mit Hauptamtlichen ist.

Nur ein Jahr später wurde es still um das Projekt. Der SVE verlor den Status. Es gab Probleme bei der geforderten medizinischen Betreuung der Teams und auch bei Kadergrößen – und offenbar auch Kommunikationsdefizite zwischen Verein und Verband.

Nun gibt’s einen zweiten Anlauf – unter der Regie des seit gut einem Jahr im Amt befindlichen Sportlichen Leiters in der SVE-Jugend, Andreas Schäfer. „Wir wollen unsere Jugendarbeit noch fundierter und professioneller aufstellen“, sagt Schäfer, der weiß, dass der Aufbau nachhaltiger Strukturen viel Arbeit und auch den Einsatz finanzieller Mittel bedeutet: „Die größten Herausforderungen werden sein, im Leistungsbereich, also ab der U 15 aufwärts bis einschließlich der U 19, eine ständige Betreuung der Jugendteams durch Physiotherapeuten zu gewährleisten und den Teams wie gefordert im Training mindestens ein Mal pro Woche einen gesamten Platz zur Verfügung zu stellen.“

Der SVE ist nun also wieder ,Ausbildungsverein im Aufbau’ - wie auch die TuS Koblenz. Den Zusatz ,im Aufbau’ möchte Schäfer gerne nächstes Jahr streichen – dazu muss die Eintracht bei einzelnen Kriterien nachlegen. Sich besser gegen abwerbende Konkurrenz (wie den 1. FC Kaiserslautern oder die SV Elversberg) zu wappnen, die Heranführung von Talenten an die  erste Herren-Mannschaft zu verstetigen und Kooperationen mit anderen Clubs in der Region Trier mit Leben zu füllen – diese Ziele werden in der Eintracht-Jugend verfolgt. Zur Professionalisierung der Arbeit gehört auch, dass wie in der Oberliga-Mannschaft auch beim Nachwuchs inzwischen mit einem Videoanalysesystem gearbeitet wird – dazu wurde das Frank­furter Start-Up-Unternehmen Ath­lyzer mit ins Boot genommen.

Eintracht Trier: Ausbildungsverein – zweiter Anlauf
Foto: TV/Mirko Blahak

Im Fokus stehen die Regionalliga-Teams der U 19 (Saisonziel ist ein Platz unter den Top fünf), der U 17 (Meisterschaftsrunde, ist aber kein Muss) und der U 15 (Erreichen der Meisterrunde). Mindestens genauso wichtig sind Schäfer aber auch die in den Rheinlandligen spielenden Mannschaften der U 16, U 14 und U 13: „Auch dort wird extrem wichtige Arbeit geleistet. Dort geht’s darum, die Jungs auf die kommende Regionalliga-Saison in der nächsten Altersstufe vorzubereiten.“