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Eintracht Trier beschließt Testspielreigen mit 3:2 in Völklingen

Fußball : 3:2 in Völklingen: Was bei Eintracht Trier gut klappt – und wo noch Luft nach oben ist

Der Testspielreigen ist beendet. Eine Woche vor dem Ligastart gewinnen die Moselaner bei den Saarländern nach einem Auf und Ab. Wo steht der SVE?

Im letzten Testspiel von Eintracht Trier in der Sommervorbereitung steckte nochmal alles drin. Eine frühe Führung, Spiel aus der Hand gegeben, Partie wieder gedreht – und ein Doppelpack des neuen Angreifers Christopher Bibaku.

Beim Oberliga-Konkurrenten  Röchling Völklingen siegte der SVE mit 3:2. Die Moselaner fühlen sich gerüstet für den Saisonauftakt am kommenden Samstag, 14. August, zu Hause gegen die Sportfreunde Eisbachtal (14 Uhr, Moselstadion). „Wir haben mit Vollgas gespielt. Wir haben uns in den zurückliegenden Wochen die Physis und Körperlichkeit, die uns auszeichnet, wieder erarbeitet. Leider kam nicht immer der letzte Pass gut an. Aber wir können direkt wieder angreifen“, sagte Eintracht-Linksverteidiger Kevin Heinz, der mit Henk van Schaik, Tim Garnier, Maurice Roth (zweiter Kapitän) und Simon Maurer (erster Kapitän) den vom Trainerteam bestimmten Mannschaftsrat bildet.

Spielanlage, Tempo, Intensität – all das passte aus Sicht von SVE-Trainer Josef Cinar in Völklingen. Trier spielte in vielen Phasen mit frühem Anlaufen, guten Ballgewinnen und Aggressivität dominant. Doch mehrere vielversprechende Angriffe wurden nicht konsequent genug zu Ende gespielt. Weshalb Cinar zum Urteil kam: „Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider.“

Im Hermann-Neuberger-Stadion ging’s für die Moselaner gut los. In der neunten Minute erzielte Neu-Stürmer Bibaku das 1:0. Bedient worden war er von Jan Brandscheid, der geschickt auf den richtigen Zeitpunkt des Zuspiels gewartet hatte.

Von Völklingen kam nicht viel – und dennoch erzielten die Saarländer in der 21. Minute den Ausgleich. Nach einer Ecke, als SVE-Torwart Denis Wieszolek den Ball nicht richtig zu greifen bekam, fiel das Spielgerät am zweiten Pfosten vor die Füße von Merouane Taghzoute, der reichlich unbewacht einschoss. Wieszolek reklamierte ein Foul – Schiedsrichter Fabian Knoll sah das anders.

Kurz nach der Pause gar der Rückstand für den SVE: Dem erst 17-jährigen Innenverteidiger Fränz Sinner missglückte ein Klärungsversuch – nach der anschließenden Hereingabe von Lars Anton traf der erst zum zweiten Durchgang eingewechselte Jonas Weber mit einem sehenswerten Schlenzer (47.). „In der Szene hat Fränz Lehrgeld gezahlt. Das gehört zum Entwicklungsprozess dazu“, sagte Cinar.

Positiv vermerkte der Coach, dass sich seine Mannschaft von dem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen ließ: „Sie hat weiter den ausgegebenen Plan erfüllt. Das ist wichtig, da uns in der neuen Saison erneut wieder einige Abnutzungskämpfe erwarten werden.“

Trier belohnte sich mit zwei Treffern und dem Sieg. Nach einem Eckball beendete Robin Garnier ein Gestochere vor dem Röchling-Tor mit dem Treffer zum 2:2 (56.). Bibaku erzielte nach Flanke sein zweites Tor des Nachmittags (3:2, 67.).

Für die Hereingabe zeichnete Jacky Mmaee verantwortlich, den Cinar als Testspieler an Bord hatte. Der 26-jährige Flügelspieler aus Belgien  ist zurzeit vereinslos und hatte zuvor mehrere Stationen in Luxemburg (RFC Union, Progrès Niederkorn, FC Wiltz 71). Cinar: „Er bringt Qualitäten mit. Wir kennen ihn aus Luxemburg.“

Mit Ausnahme eines dritten Torwarts ist der SVE nicht mehr zwingend auf der Suche nach weiterem Personal, ausgeschlossen ist die Verpflichtung einer Alternative für die offensive Außenbahn indes nicht.

In Völklingen ließ Cinar eine potenzielle Startelf fürs Spiel gegen Eisbachtal beginnen – wobei mit Maurer (Oberschenkelzerrung), Sven König (überwundene Erkältung), Leonel Brodersen (gesundheitliche Probleme infolge eines Infekts), Tion Thaler (Knieprobleme) und Edis Sinanovic (krank) gleich ein Quintett nicht zur Verfügung stand.

Aufstellung Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga, van Schaik, Sinner (79. Thayaparan), Heinz – R. Garnier – Brandscheid (76. Siga), Roth (59. Kinscher), T. Garnier (85. Fischer), Kahyaoglu (59. Mmaee) – Bibaku (71. Amberg)