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Eintracht Trier: „Die Regionalliga wird eine Herausforderung“​

Fußball : Eintracht Trier: „Die Regionalliga wird eine Herausforderung“

Wie sich der SVE für die neue Spielklasse wappnet. Trainingsstart an diesem Donnerstag.

Eine dreitägige Auszeit mit der Familie auf Mallorca – mehr war für Josef Cinar, Trainer von Eintracht Trier, nicht drin. „Ich hatte noch nie so eine kurze Pause im Sommer – und die Vorbereitung wird auch so kurz sein wie noch nie zuvor“, sagt der 38-Jährige.

An diesem Donnerstagabend (18 Uhr, Moselstadiongelände) legt der Regionalliga-Aufsteiger gerade mal 16 Tage nach dem grandiosen Relegations-Showdown gegen die Stuttgarter Kickers schon wieder los. Nur gut fünf Wochen bleiben bis zum ersten Spieltag. „Wir haben nicht viel Zeit und müssen direkt Intensität reinbringen“, sagt Cinar. Immerhin: Aufgrund der Mini-Pause muss im Grundlagenbereich nicht so viel gearbeitet werden wie sonst. Aber: Die Eintracht wird sich für die Regionalliga im taktischen Bereich neues Rüstzeug zulegen müssen. Cinar ist sich bewusst: „Diese Liga wird für uns alle eine Herausforderung werden. Zur Oberliga besteht ein deutlicher Qualitätsunterschied.“

Mehr Tempo, mehr Körperlichkeit – darauf muss sich der SVE einstellen. Zudem agieren gerade Topteams wie Offenbach, Ulm, Homburg und Steinbach spielerisch auf einem hohen Niveau. Darüber hi­naus spielen Standards eine enorm wichtige Rolle.

Die Spielweise der Eintracht wird sich anpassen müssen. Cinar: „Wir werden des Öfteren nicht mehr so viel den Ball haben wie in der Oberliga. Darauf müssen wir mit einem guten Umschaltspiel reagieren.“

Grundlegend ändern will der Coach seine Spielphilosophie aber nicht: „Wir werden unseren Weg beibehalten. Wir wollen den Gegner unter Druck setzen – mit hohem, aggressiven Anlaufen. Gleichzeitig werden wir in manchen Partien gezwungen sein, abwartender zu agieren.“ Es gehe darum, Spieler wie Sven König, Dominik Kinscher und Linus Wimmer noch unberechenbarer werden zu lassen.

An der Grundformation mit einer Vierer-Abwehrkette will Cinar nicht rütteln. Gut möglich, dass er jedoch ab und an mit einem zweiten Sechser und/oder mit einem zweiten Stürmer spielen lassen wird.

Im Reigen der Testspiele hätte sich Cinar mindestens einen richtigen Hochkaräter gewünscht. „Leider ist die Partie gegen die SV Elversberg weggefallen“, sagt Cinar. Die Polizei hatte die Begegnung als Risikospiel eingestuft.

Trainiert wird weiterhin abends um 18 Uhr, künftig soll es dienstags aber zusätzlich eine Vormittagseinheit geben. Für Cinar wird die Saison auch deshalb herausfordernd, weil er parallel seine Trainer-A-Lizenz machen muss. Nötig dafür sind während der Saison insgesamt sieben dreitägige Präsenzphasen in Hennef (jeweils von sonntags bis mittwochs). Auch vor diesem Hintergrund ist die Besetzung der vakanten Co-Trainer-Position wichtig. Zudem soll das Trainerteam um einen weiteren Assistenten erweitert werden, der sich beispielsweise um die zeitraubende Gegneranalyse kümmert.

Es braucht also Zuwachs an der Seitenlinie – und auch noch auf dem Feld. Cinar wünscht sich für die noch offenen Stellen auf der rechten Seite, im zentralen Mittelfeld sowie (vielleicht) im Sturm „richtige Verstärkungen“.

Trainingsstart: Ob Jan Brandscheid nach einer Corona-Infektion am Donnerstagabend um 18 Uhr zum Auftakt der Sommervorbereitung dabei sein kann, war gestern noch unklar. Benjamin Siga plagen noch Oberschenkelbeschwerden. Wie lange Henk van Schaik (Knie-OP) und Tim Garnier (Knorpelschaden) noch ausfallen werden, vermag Trainer Josef Cinar aktuell nicht zu prognostizieren: „Henk kann sich mit Krafttraining belasten, er ist aber noch nicht wieder in Laufeinheiten eingestiegen. Tim werden wir jede Zeit geben, die er braucht. Er macht kleine Fortschritte, aber es ist noch nicht absehbar, wann er wieder auf den Rasen zurückkehren kann.“