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Eintracht Trier: Drei Spiele, drei Siege, drei Gründe

Fußball : Eintracht Trier - Drei Spiele, drei Siege, drei Gründe

Fußball-Oberliga: Der SVE ist mustergültig in die Saison gestartet. Warum das so ist – und welchen Appell der Trainer ans Team richtet.

Auch wenn Eintracht-Trainer Josef Cinar in der Analyse des 2:1-Heimsiegs gegen die U 21 des 1. FC Kaiserslautern halbwegs nüchtern in der Wortwahl blieb, so stach doch zwischen den Zeilen der Stolz heraus, den er aktuell für seine Mannschaft empfindet. Drei Oberliga-Spiele binnen acht Tagen, drei Siege, 8:1 Tore – nach der englischen Woche zum Saisonstart hat sich der SVE in der Nord-Gruppe an der Tabellenspitze eingenistet.

Der TV nennt drei Gründe für den guten Start:

Die Einstellung: In allen drei bisherigen Partien gegen Eisbachtal (4:0), in Emmelshausen (2:0) und gegen den kleinen FCK gab’s schwierige Phasen für die Eintracht. Dank des Glaubens an sich selbst überstand der SVE die kritischen Momente jeweils unbeschadet.  „Die Jungs haben gegen Kaiserslautern den überragenden Willen gezeigt, auch das dritte Spiel gewinnen zu wollen“, befand Cinar. Diese Einschätzung unterstrich Linksverteidiger Kevin Heinz: „Der Sieg gegen Kaiserslautern war ein hartes Stück Arbeit, aber verdient, weil wir ihn unbedingt wollten.“

Trier tat sich über weite Strecken der ersten Halbzeit schwer gegen die wacher und ballsicherer agierenden Pfälzer. Der SVE kassierte sein erstes Gegentor, als Jason Kaluanga nach einem Freistoß von Anil Gözütok zu weit weg von Philipp Herrmann stand, der per Kopf gegen die Laufrichtung von Eintracht-Torwart Denis Wieszolek erfolgreich war (10.).

Doch Trier verfiel nicht in Hektik, sondern hielt sich geduldig an den Plan, Tempo rauszunehmen, um die schnellen Gäste nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Das alles im Vertrauen darauf, eigene Chancen zu bekommen. Heinz: „Wir haben weiter an uns geglaubt, auch wenn es spielerisch nicht so lief. Wir wussten, wir kriegen unsere Momente, weil wir die Qualität haben.“

Kurz vor der Pause kamen diese „Momente“. Heinz bediente per Flanke Amodou Abdullei, der per Kopf den Ausgleich markierte (42.) – der Stürmer-Routinier hatte bis dahin nahezu keine gefährliche Szene vor dem FCK-Tor. Fünf Minuten später: Edis Sinanovic, der bis dato ebenfalls einen schweren Stand hatte, tankte sich kraftvoll durch die Reihen der Gäste. Sein Zuspiel verwertete Maurice Roth zum 2:1 (45./+2).

Die Fitness: Der Kopf ist das eine, das andere sind die Beine. Der Doppelschlag beflügelte die Eintracht. Nach der Pause legte sie zu in puncto Aufmerksamkeit, Zweikampftiming und Ordnung auf dem Platz. Alles dank körperlicher Frische, die auch zum Ende der englischen Woche ein Pfund im Trierer Spiel war. Cinar: „Wir haben im läuferischen Bereich nicht abgebaut.“

Personelle Möglichkeiten: Hinzu kommt, dass der Kader aktuell Varian­ten erlaubt. Gegen die U 21 des FCK wechselte Cinar in der Start­elf viermal, ohne einen Qualitätsverlust in Kauf nehmen zu müssen. Der Coach: „Wir haben den Luxus, dass wir Topleute wie Jan Brandscheid, Kevin Kling, Felix Fischer oder Jason Thayaparan auch mal von der Bank bringen können. Die Jungs wissen, dass jeder gebraucht wird und jeder in jedem Spiel wichtig sein kann. Wir werden die Saison nur als Mannschaft erfolgreich bestreiten können.“