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Eintracht Trier: Ein Unentschieden,​ das (erst mal) wehtut​

Fußball : Eintracht Trier: Ein Unentschieden, das (erst mal) wehtut

Nach vier Siegen mal remis zu spielen, ist normalerweise zu verschmerzen. Doch vor dem Samstags-Kracher gegen Worms ist das 0:0 gegen Mechtersheim für Eintracht Trier ein Dämpfer. Was das jetzt für den Meisterkampf in der Fußball-Oberliga heißt.

Am Ende warf Trier alles nach vorne. Die Eintracht ging personell und taktisch ein hohes Risiko. Alles mit einem Ziel: endlich das Tor zu treffen. Zur Führung, die so wichtig gewesen wäre im Fernduell mit Wormatia Worms im Kampf um Platz eins in der Oberliga-Meisterrunde.

Doch der Ball wollte gegen den aufopferungsvoll kämpfenden und alle Facetten des Zeitspiels ausnutzenden TuS Mechtersheim nicht über die Linie. Als Schiedsrichter Christoph Busch nach sieben Minuten Nachspielzeit abpfiff, herrschte Ernüchterung. Unter den SVE-Spielern. Unter den 1239 Zuschauern im Moselstadion, die aber gleich auch aufmunternd applaudierten.

Mit dem 0:0 im Nachholspiel hat der SVE am Samstag im direkten Duell mit der Wormatia aus Worms (18 Uhr, Moselstadion) keine Chance, die Rheinhessen zu überholen. Doch der Aufstiegskampf ist keineswegs entschieden. Sollte Trier gewinnen, würden die Moselaner mit Worms nach Punkten gleichziehen. Danach haben beide Teams noch jeweils zwei weitere Spiele zu absolvieren.  

Gegen Mechtersheim zog die Eintracht das Spiel an sich, doch der letzte Punch  fehlte. Die Gäste mussten ordentlich pumpen, doch die Eintracht – selbst inmitten der zweiten englischen Woche in Folge durch Substanzverlust gekennzeichnet – kam nicht zum Torerfolg.

So fand etwa Maurice Roth bei einem Schluss in der 56. Minute seinen Meister in TuS-Torwart Maxime Klein, der immer mehr in den Mittelpunkt rückte. Etwa bei einem Abschluss von Linus Wimmer (71.). Oder bei einem Flachschuss von Dominik Kinscher (86.). Auf der anderen Seite verhinderte SVE-Torwart Denis Wieszolek bei einem Konter gegen David Reitarow einen Rückstand (75.). „Das 0:0 ist bitter, wir hatten gerade in der zweiten Halbzeit Chancen für ein Tor. Wir müssen die Köpfe schnell hochnehmen. Wir können jetzt ,all-in‘ gehen. Wir haben noch drei Spiele. Hoffentlich werden wir gegen Worms am Samstag ein Feuerwerk abbrennen können“, sagte der SVE-Keeper.

Weil die Akkus bei der Eintracht nicht voll sind, riefen mehrere Leistungsträger gegen den TuS nicht ihre Bestform ab. „Wir haben zu lange gebraucht, bis der Kopf frei wurde. Wir haben die erste Halbzeit hergeschenkt. Das ist kein Vorwurf an die Jungs, sondern angesichts der vielen Spiele zurzeit menschlich. Wir sind nicht zufrieden und enttäuscht. Aber wir werden gegen Worms versuchen, alles rauszuhauen, um ein Riesenspiel abzuliefern“, kündigte Eintracht-Trainer Josef Cinar an.