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Eintracht Trier: Ende Juni geht’s wieder los

Fußball : Eintracht Trier: Ende Juni geht’s wieder los

Bei Oberligist Eintracht Trier laufen die Vorbereitungen für den Trainingsauftakt nach monatelanger Pause auf Hochtouren. Was geplant ist - und warum aus Stuttgart eine schlechte Kunde kommt.

Ist es das von den Spielern, vom Trainerteam und von den Fans erhoffte Licht am Ende des Tunnels? Ende Juni will der Fußball-Oberligist nach Auskunft von Coach Josef Cinar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und die Vorbereitung auf die neue Spielzeit aufnehmen. „Wir planen den Auftakt zwischen dem 21. und 25. Juni. Der Saisonstart – sowohl in der Oberliga als auch der Regionalliga – ist für Mitte August terminiert“, sagt Cinar, der gespannt auf den ,Kaltstart‘ ist: „Wir sind jetzt schon mehr als sieben Monate raus aus dem Teamtraining. Mit solch einer Situation musste noch keiner umgehen.“

Cinar plant, nicht zu zaghaft zu starten. Damit das klappt, erhalten die Spieler nach Auskunft des Trainers Pläne, anhand derer sie sich in den 14 Tagen vor dem Vorbereitungsauftakt unter anderem mit Stabilisations- und Kraftübungen bestmöglich wieder in Schuss bringen sollen. Doch die Ungewissheit bleibt. Zum einen ist offen, welche Art von Training die Corona-Verordnungen in den nächsten Wochen zulassen werden. Und wie reagieren die Körper der Spieler? Cinar: „Wir müssen sie wieder an die Bewegungsabläufe heranführen. Training auf Rasen, in Fußballschuhen – es klingt profan, aber daran müssen sich die Gelenke und Sehnen auch erst wieder gewöhnen.“ Um die richtige Mischung für die Trainingsinhalte festzulegen, befindet sich das Eintracht-Trainerteam laut Cinar im engen Austausch mit Physiotherapeuten und Ärzten.

Eine Herausforderung wird auch die Planung des Testspielkalenders – nicht nur wegen der Ansage des Fußballverbands, in der Vorbereitung Spiele des Rheinlandpokals austragen zu wollen. Laut Cinar wurden bereits Absprachen mit mehreren Clubs für Partien getroffen – etwa mit Fola Esch, US Mondorf, Hertha Wiesbach und Schott Mainz. Auch bei der SV Elversberg sei für ein Testspiel angefragt worden.

Die Eintracht sitzt in der Frage, ob das Team nächste Saison weiterhin in der Oberliga oder doch in der Regionalliga spielen wird, weiterhin zwischen den Stühlen. Wobei es in den Bemühungen der Topteams aus den Oberligen Rheinland-Pfalz/Saar, Baden-Württemberg und Hessen, gegen das coronabedingt von der Regionalliga Südwest verhängte Aufstiegsverbot vorzugehen, einen weiteren Dämpfer gab.

Die vom SGV Freiberg und den Stuttgarter Kickers beantragte einstweilige Verfügung, um trotz der Annullierung der Oberliga-Saison in Baden-Württemberg noch die Möglichkeit auf einen Aufstieg zu erhalten, hat nach Ansicht des Landgerichts Stuttgart nur wenig Aussicht auf Erfolg. Das wurde unter der Woche bei einer mündlichen Verhandlung zwischen den Parteien klar. Nichtsdestotrotz wollen beide Vereine an ihren Anträgen festhalten. Das Landgericht will nun bis zum 11. Juni eine Entscheidung treffen.