Eintracht Trier: Erfolg macht sexy - Verein gewinnt Zuschauer zurück

Fußball-Oberliga : Eintracht Trier: Erfolg macht sexy

Eintracht Trier gewinnt mit beherzten Auftritten Zuschauer zurück. Beim 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern II kamen so viele Fans wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr ins Moselstadion.

Schon beim Blick ins Rund des Moselstadions war klar: Das ist eine neue Saison-Bestmarke. Und nicht nur das: Seit knapp zweieinhalb Jahren waren nicht mehr so viele Zuschauer bei einem Heimspiel von Eintracht Trier. 1480 Fans kamen zur Oberliga-Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern II – und das an einem Mittwochabend. Letztmals mehr Zuschauer hatte es am 1. April 2017 gegeben – bei der 0:4-Niederlage in der Regionalliga gegen den 1. FC Saarbrücken (2771).

„Die Stimmung war einfach klasse. Das habe ich seit meiner Rückkehr nach Trier Anfang 2017 nicht erlebt. Die Leute honorieren, dass sich die Mannschaft zerreißt“, freute sich Eintracht-Trainer Josef Cinar, der das 1:1-Unentschieden gegen den FCK II als „Punktgewinn gegen den stärksten Gegner, gegen den wir in dieser Saison bislang gespielt haben“, einstufte.

Die Pfälzer machten mit einer vom SVE so nicht erwarteten Fünfer-Abwehrreihe und gutem Umschaltspiel der Eintracht das Leben schwer. Die Führung nach 52 Minuten durch Jonas Singer war nicht unverdient. Doch Trier schlug direkt zurück – mit einem erneut technisch ganz fein gemachten Treffer von Edis Sinanovic (54.).

Gleichzeitig fehlten dem SVE vor dem gegnerischen Tor die Präzision und das Timing bei finalen Abspielen. Cinar: „Wir hatten einige Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte. Uns hat aber heute die Konzentration und Qualität gefehlt, vor dem Tor entweder einen sauberen Pass zu spielen oder den Ball sauber mitzunehmen. Aber ich mache meinen Jungs keinen Vorwurf. Wir haben super gekämpft.“

Mit einem parierten Elfmeter hielt Torwart Denis Wieszolek den SVE im Spiel (siehe Partie kompakt). „Ich habe mich situativ für die richtige Ecke entschieden und meinem Gefühl vertraut“, sagte Wieszolek, der zuletzt Mitte Februar im Spiel in Diefflen (0:1) einen Strafstoß gehalten hatte. Auch er war von der Atmosphäre im Stadion angetan: „Ich habe sie genossen. Man merkt, dass sich das Umfeld wieder mehr für den Verein interessiert.“

Nächste Woche Mittwoch steigt die Eintracht in der zweiten Runde in den Rheinlandpokal ein – mit einem Gastspiel beim Bezirksligisten TuS Schillingen (19.30 Uhr). Gespielt wird auf dem Schillinger Hartplatz. Angesichts dieser Aussicht gerät Wieszolek ins Schmunzeln: „Das letzte Mal habe ich in der U 12 oder U 13 auf einem Hartplatz gespielt.“

Drei Tage später geht’s für Trier zum Oberliga-Auswärtsspiel nach Bingen (Samstag, 7. September, 15.30 Uhr). Und dann steigt eine Woche später am 14. September im Moselstadion das mit Spannung erwartete Duell mit der TuS Koblenz (14 Uhr). Cinar: „Ich wünsche mir, dass dann noch mehr Zuschauer kommen, um uns zu unterstützen – damit wir einen Derbysieg einfahren.“

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