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Eintracht Trier: Geisterspiel in Elversberg, Unsicherheit mit Blick aufs Worms-Spiel

Fußball-Oberliga : Eintracht Trier: Geisterspiel in Elversberg, Unsicherheit mit Blick aufs Worms-Spiel

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen in der Fußball-Oberliga. Die Partie von Eintracht Trier am Freitagabend bei der SV Elversberg II wird als Geisterspiel ausgetragen. Und was passiert mit Triers Heimspiel am Mittwoch gegen Worms?

Die Entscheidung überrascht auf den ersten Blick. Die  Zweitvertretung des Regionalligisten SV Elversberg hat im Schnitt schlappe 140 Zuschauer pro Oberliga-Heimspiel. Und dennoch wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Partie am Freitag (19 Uhr) gegen Eintracht Trier unter Ausschluss der Fans über die Bühne gehen – auf dem Kunstrasen in Elversberg und nicht wie ursprünglich geplant in Wiesbach.

Warum? „Gegen Trier wären einige Zuschauer mehr gekommen“, sagte Club-Sprecherin Christina John am Freitag auf TV-Anfrage. Die SV Elversberg wird auch das Regionalliga-Heimspiel der ersten Mannschaft gegen Hoffenheim II am Samstag ohne Publikum austragen. „Die Gesundheit der Menschen steht grundsätzlich an oberster Stelle und hat absolute Priorität. Der Verein hat eine große Verantwortung gegenüber seinen Zuschauern und wird sein Möglichstes tun, um das Risiko auf neue Infektionen mit dem Virus zu minimieren. Die SVE erachtet daher den Schritt, die Spiele – auch wenn sie nur an der Schwelle zur 1000-Besuchergrenze stehen – ohne Zuschauer auszutragen, als notwendig und bittet ihre Partner, Fans und Stadionbesucher um Verständnis“, heißt es in einer Pressemitteilung der Saarländer.

 Und was wird aus dem Heimspiel von Eintracht Trier am kommenden Mittwoch, 18. März, 19.30 Uhr, gegen Wormatia Worms? Stand Freitag soll die Partie mit Zuschauern im Moselstadion über die Bühne gehen – erwartet werden 1300 bis 1500 Fans. Das von der Stadt Trier bis Ende April verfügte Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern gilt bislang lediglich für geschlossene Räume.

Seitens des Fußball-Regionalverbands Südwest gibt es bislang keine Vorgabe zu Geisterspielen. Der Südwest-Verband orientiert sich in seinen Empfehlungen an Vorgaben, die für die Oberliga Baden-Württemberg gemacht werden. Darin heißt es, dass kein genereller Zuschauer-Ausschluss angeordnet wird und die Spiele „jeweils exakt unter den durch die jeweiligen örtlichen Behörden verfügten Bedingungen“ ausgetragen werden.

Aufgrund der sich derzeit ständig ändernden Rahmenbedingungen kann Björn Berens, Geschäftsstellenleiter bei Eintracht Trier, derweil nicht ausschließen, dass sich Anfang kommender Woche die Verfügungen ändern: „Es ist nicht auszuschließen, dass die Anordnungen verschärft werden, wodurch auch wir Einschränkungen unterliegen.“ Sprich: Ein Geisterspiel gegen Worms ist keineswegs vom Tisch.

 Zuvor muss sich das Team der Eintracht am Freitagabend bei der „Mannschaft der Stunde“ (Triers Trainer Josef Cinar) in Elversberg beweisen. Nach der Winterpause verbuchten die Saarländer einen 10:0-Heimsieg gegen die Sportfreunde Eisbachtal sowie einen 3:2-Erfolg bei Wormatia Worms. „Elversberg II hat eine Leichtigkeit im Team. Wenn du nicht wach bist und keine harten Zweikämpfe führst, bekommst du Schwierigkeiten“, sagt der Coach.

Die Tatsache, dass die Eintracht in den vergangenen sechs Auswärts­spielen immer in Rückstand geraten ist, bereitet Cinar keine fortwährenden Kopfschmerzen. „Die Erklärung dafür ist ganz einfach: Wir müssen unsere Chancen besser nutzen“, verweist der Trainer auf die auch zuletzt in Dudenhofen (1:1) mangelnde Effizienz. Bei den Pfälzern kam hinzu, dass die Eintracht vor dem Gegentor zu lasch verteidigte. Eintracht-Kapitän Simon Maurer: „Wir waren zu weit weg von den Leuten. Um den Strafraum haben wir dem Gegner einen Tick zu viel Platz gelassen.“

Die Umstände des Geisterspiels müsse die Mannschaft annehmen, fordert Cinar: „Wir werden uns mental darauf einstellen, dass es sehr ruhig sein wird.“ Ansonsten ändert sich nicht viel: Wie in Wiesbach wird auch in Elversberg auf Kunstrasen gespielt. Maurer freut sich auf ein interessantes Kräftemessen: „Auch wenn Elversberg mit aktuell 55 Toren die beste Offensive der Oberliga stellt, fahren wir ohne Angst dorthin.“

Wir halten die Eintracht-Fans mit einem Liveticker vom Spiel Elversberg II gegen Trier unter fupa.net/rheinland auf dem Laufenden. Außerdem überträgt SVE-TV das Spiel im Stream bei Facebook und Youtube.