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Eintracht-Trier-Kolumne: Sylvano Comvalius - ein Weltenbummler packt seine Sachen

Eintracht-Kolumne „Blau-schwarz auf weiß! : Sylvano Comvalius: Ein Weltenbummler packt seine Sachen

Wenn auf einen Fußballer die Charakterisierung als Weltenbummler zutrifft, dann auf ihn: Stürmer Sylvano Comvalius hat in seiner 14-jährigen Karriere im Herren-Bereich bei 19 Vereinen gespielt – in elf Ländern. Nun macht der 33-jährige 1,92-Meter-Hüne Schluss mit dem Profifußball.

Auf einer Weltkarte kann er an den verschiedensten Punkten ein Fähnchen hineinstecken. Comvalius, der in seiner Heimat Niederlande das Fußballspielen erlernte und unter anderem vier Jahre die Schule von Ajax Amsterdam durchlief, verdiente auf Malta, in Schottland, Kuwait, Kasachstan, China, Deutschland, der Ukraine, Thailand, Malaysia, Indonesien und Singapur sein Geld als Kicker. Welch ein Ritt.

Sein weltumspannendes Fußball-Abenteuer spülte Comvalius in der Saison 2013/14 auch zu Eintracht Trier. Der Angreifer kam, um den SVE in der Regionalliga zum Aufstieg zu verhelfen. Der Sohn eines Fußballers aus dem Surinam und einer Niederländerin erzielte 13 Tore, mit dem Aufstieg klappte es aber nicht. Comvalius brach an der Mosel nach einer Saison die Zelte ab und zog weiter – zum damaligen Drittligisten Dynamo Dresden. Dass er auch an der Mosel nur auf der Durchreise war, verriet schon sein Domizil. Seinerzeit wohnte er in der Trierer Neustraße – in seiner Wohnung gab’s als Möbel nicht groß mehr als ein Bett, einen Tisch, zwei Stühle und ein Sofa.

Nach einer halbjährigen Vereinslosigkeit hatte ihm Trier damals die Möglichkeit geboten, nicht weit weg von seiner Heimat wieder Fußball zu spielen. Doch nach seiner Zeit in Deutschland – auf Trier folgten jeweils einjährige Engagements in Dresden und Kassel – zog es ihn wieder in die Ferne. Dorthin, wo andere Urlaub machen.

„Es war eine sehr schwierige Entscheidung, alles aufzugeben, wovon ich als junges Kind geträumt habe. Aber die Realität zeigt mir, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als Fußball“, teilte Comvalius nun zu seinem Abschied mit. Schafft es einer wie er, nach der Fußballer-Karriere nun sesshaft zu werden? Zumindest eine Konstante wird es in seinem weiteren Leben geben, macht Comvalius deutlich: „Jetzt ist es Zeit, für meine Kinder ein Champion, Topscorer und Idol zu sein und ihnen zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen. Ich habe meine erreicht.“

Blau-schwarz auf weiß – so lautet in Anlehnung an die Vereinsfarben die neue TV-Kolumne zu Eintracht Trier. Was läuft hinter den Kulissen? Welche Entwicklungen gibt es? Welche Besonderheiten gibt’s rund um den Verein? Wir werfen einen Blick darauf.