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Eintracht Trier: Personalplanung geht auf die Zielgerade

Fußball : Eintracht Trier: Personalplanung geht auf die Zielgerade

Beim Oberliga-Tabellenführer geht‘s an die finale Durchleuchtung des Kaders. Die Frage dabei: Ist das Aufgebot für den Aufstiegskampf gerüstet?

Intervallläufe, Krafteinheiten, dazu das Training auf dem Platz – Oberliga-Nordgruppen-Spitzenreiter Eintracht Trier fährt in der Wintervorbereitung aktuell weiterhin eine hohe Intensität. Kein Wunder, dass sich da bei manchen Spielern Müdigkeit bemerkbar macht. Zu erkennen war das im Testspiel gegen den Rheinlandliga-Tabellenführer FSV Tarforst auf dem Kunstrasen des Moselstadions.

Und dennoch: Gerade in der ersten Halbzeit schlugen beide Teams ein hohes Tempo an. „Da haben wir schnell gespielt. Die zweite Halbzeit war dann etwas zerfahrener von uns, da waren wir nicht so druckvoll und hatten nicht die Klarheit in den Aktionen“, sagte SVE-Trainer Josef Cinar.

Die Partie endete 1:1. Den Führungstreffer des FSV durch Elias Heitkötter (56.) egalisierte Yannick Debrah mit einem direkt verwandelten Freistoß (74.). „Wir können sehr zufrieden sein. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit gut dagegen gehalten. Wir waren bissig in den Zweikämpfen und haben dem SVE das Leben schwer gemacht“, bilanzierte FSV-Trainer Holger Lemke.

Bei der Eintracht geht nun die Personalplanung auf die Zielgerade. Am Donnerstagabend will die Vereinsspitze inklusive der sportlichen Leitung den aktuellen Kader nochmals durchleuchten, um zu schauen, ob noch Bedarf besteht.

Die bisherigen Neuen: Mit Linus Wimmer und Dylan Esmel hat die Eintracht bereits auf die Langzeit-Ausfälle von Tim Garnier und Maurice Roth (beide Kreuzbandriss) reagiert – mit ihnen rechnet der SVE im weiteren Saisonverlauf erstmal nicht. Im Laufe des Donnerstags sollte zudem der Wechsel von Maurice Wrusch (21) von der FVH Morbach endgültig eingetütet werden. Laut Eintracht-Teammanager Stefan Fleck ist für den weiteren Saisonverlauf Wruschs Engagement beim SVE mit dessen Polizei-Ausbildung in Einklang zu bringen. Im Sommer – besonders im Fall des möglichen Regionalliga-Aufstiegs – müsse die Situation dann neu bewertet werden.

Auch Yannick Debrah wird intern als „Neuer“ gewertet – sein Verbleib beim SVE über den Winter hinaus soll nach einer beidseitigen Überprüfung des bislang dreimonatigen Engagements laut Fleck am Donnerstagabend final geklärt werden.

Gibt’s noch Bedarf? Die Eintracht will mit 24 (einsatzfähigen) Feldspielern in die entscheidende Saisonphase gehen. Hintergrund der großen Zahl: In puncto Langzeitausfällen ist der Verein ein gebranntes Kind. Und es gibt immer wieder mal kleinere Blessuren, die zu kürzeren Pausen führen – etwa bei Ömer Kahyaoglu, Edis Sinanovic, Leonel Brodersen oder Simon Maurer.

Insofern wäre noch ein Kaderplatz zu besetzen. Ein Kandidat ist Julius Kalweit – der 19-Jährige vom TuS Mosella Schweich hat einen guten Eindruck bei den Verantwortlichen hinterlassen. Womöglich grätscht aber auch noch ein anderer rein. Der 21-jährige flinke Offensivspieler Mohammad Rashidi vom FSV Tarforst soll am Freitag beim SVE mittrainieren und am Samstag auch das Testspiel gegen den Oberligisten TSG Pfeddersheim (15 Uhr, Kunstrasen Moselstadion) bestreiten.

Blerind Morina, der zuletzt beim SVE vorgespielt hat, wurde laut Fleck derweil perspektivisch mit Blick auf einen möglichen Regionalliga-Aufstieg in Augenschein genommen. Er könnte also im Sommer ein Thema werden.