Fußball-Oberliga: Eintracht Trier: Schwere Verletzung von Thayaparan trübt 4:1-Sieg in Karbach (mit Videos)

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Triers Mittelfeldspieler springt die Kniescheibe raus - Der SVE dreht nach einem frühen Rückstand die Partie durch Tore von Heinz, Salem, Sinanovic und Anton

Solch eine Konstellation wünscht sich keine Mannschaft. Zwei verletzungsbedingte Wechsel auf derselben Position in einem Spiel – und das binnen weniger Minuten. Eintracht Trier hatte dies im Auswärtsspiel beim FC Karbach zu verkraften. In der 31. Minute musste ,Sechser‘ Maurice Roth vom Platz, nachdem er einen Schlag an die Halsschlagader abbekommen hatte, der ihm sprichwörtlich die Luft nahm und Schwindelgefühle erzeugte.

Hereinkam Jason Thayaparan, der acht Minuten später aber schon wieder vom Platz getragen werden musste. Nachdem ihn Janik Otto umgesenst hatte, sprang bei Thayaparan die Kniescheibe raus. Minutenlang wurde er auf dem Rasen behandelt. Eine Untersuchung, ob und wie der Bandapparat geschädigt ist, stand zunächst noch aus.

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Als Dritter defensiver Mittelfeldspieler betrat Sanoussy Balde den Rasen. Die Eintracht ließ sich vom Verletzungspech nicht aus dem Konzept bringen – und auch nicht von einem frühen Rückstand. SVE-Kapitän Simon Maurer hatte Otto kurz am Trikot gezupft – nichts Schlimmes, aber dummerweise im eigenen Strafraum. Elfmeter war die logische Folge. Maximilian Junk ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, er traf mit sattem Schuss in die Ecke. Dorthin war auch SVE-Torwart Denis Wieszolek gesprungen, er blieb aber ohne Abwehrchance.

Mit der Führung im Rücken fiel es den Gastgebern vor 465 Zuschauern auf dem Rasenplatz am Quintinsberg leichter, den SVE erst in der eigenen Hälfte zu stellen. Die äußeren Bedingungen waren diesmal tipptopp. Sonnenschein, nur eine leichte Brise - und ein Untergrund, auf dem Fußball gespielt, und nicht nur gekämpft werden konnte.

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Trier sah sich einem tiefstehenden Gegner gegenüber, fand aber Lücken. Kevin Heinz erzielte in der 26. Minute den Ausgleich. Er wurde auf der linken Seite bedient, legte sich den Ball auf den rechten Fuß, und traf mit schönem Schlenzer unter die Latte.

Heinz, im linken Mittelfeld aufgeboten, war auch bei der Trierer Führung beteiligt. Nach dessen Flanke schloss Milad Salem trocken ins Eck ab – das 2:1 für den SVE in der 43. Minute.

In der 58. Minute war SVE-Torwart Denis Wieszolek gefordert, der mit toller Reaktion auf der Linie nach einem Schuss von Junk den Karbacher Ausgleich verhinderte. 60 Sekunden später war der SVE mit dem Glück im Bunde, als Tim Puttkammer den Ball an die Latte zimmerte (59.).

SVE-Trainer Josef Cinar ging ins Risiko, als er mit der Hereinnahme von Christoph Anton nach einer Stunde sein Wechselkontingent bereits ausschöpfte. Doch der Coach wollte in einer Phase, in der Karbach dem 2:2 näher zu kommen schien, einen Impuls setzen.

Elf Minuten vor Schluss hatte Salem die große Gelegenheit zum Trierer 3:1, ihm fehlte im Abschluss nach Zuspiel von Tim Garnier aber die Feinjustierung. In der 81. Minute konnte Edis Sinanovic dann aber fast schon nicht danebenschießen, als ihm der Ball vom Gegner vor die Füße fiel. Er behielt die Übersicht und markierte das vorentscheidende 3:1. Anton machte nach einem Solo durch den Karbacher Strafraum mit einem Schuss ins lange Eck den Deckel drauf (4:1, 86.).

Mit einem Frustfoul gegen Heinz an der Außenlinie nahm sich Karbachs Andre Marx kurz vor Schluss noch aus dem Spiel – er sah berechtigterweise die Rote Karte ( 88.)

Mit dem Erfolg setzt sich der SVE in der Tabelle oben fest. Der Karbacher Quintinsberg hat für Trier seinen Schrecken verloren – doch wegen der Verletzung von Thayaparan war der Erfolg nicht ungetrübt.

Spiel-Statistik:

FC Karbach: Schmitt – Peuter, Eberhardt, Marx, Fischer – Junk (68. Kunz) –Oster (68. Schneider), Otto (72. Hulsey), Denguezli, Puttkammer - Köppen

Eintracht Trier: Wieszolek – Brodersen, Maurer, Kling, Kaluanga – Roth (31. Thayaparan, 39. Balde) – Sinanovic, Kinscher (59. Anton), Heinz – Salem, Garnier

Tore: 1:0 Junk (14, FE), 1:1 Heinz (26.), 1:2 Salem (43.), 1:3 Sinanovic (81.), 1:4 Anton (86.)

Rote Karte: Marz (88., grobes Foulspiel)

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