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Eintracht Trier: Sechs-Spiele-Mammutwochen – und drei Schlüssel zum Erfolg

Fußball-Oberliga : Triers Sechs-Spiele-Mammutwochen – und drei Schlüssel zum Erfolg

Die Eintracht empfängt an diesem Samstag Ludwigshafen, einen Mitkonkurrenten um den Aufstieg. Wie ein SVE-Akteur in der Ferne mitfiebert.

Wenn Eintracht Trier im Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr, Moselstadion) alles daran setzt, Verfolger Arminia Ludwigshafen in der Meisterrunde der Fußball-Oberliga auf Distanz zu halten, wird einer in den Niederlanden nervöser sein als mancher Akteur auf dem Rasen. Eintracht-Innenverteidiger Henk van Schaik kann nach seiner Knie-Operation vor gut einem Monat zurzeit nur aus der Ferne mitfiebern. „Ich verspüre fast mehr Spannung, als wenn ich selber auf dem Rasen stehen würde. Als Beobachter von außen hast du keine Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz. Das ist echt schwierig“, sagt van Schaik, der zurzeit bei seinen Eltern in Leiden in der Provinz Südholland wohnt und dort die ersten Schritte der Reha vollzieht. „Kräftigungsübungen, Radfahren auf dem Ergometer, Training der Mobilität – das ist derzeit schon machbar. Es geht aufwärts, nachdem ich in den ersten Tagen nach der Operation am Knorpel und Meniskus selbst bei einfachsten Dingen, etwa beim Aufstehen, Hilfe brauchte. Das Gefühl im Knie ist richtig gut“, berichtet van Schaik, der am Freitag einen MRT-Termin in Köln hatte. Anfang der Woche gibt’s die Ergebnisse.

Sorgen um seine Teamkollegen macht sich der 24-Jährige derweil nicht: „Ich habe volles Vertrauen in die Jungs, dass sie es in den nächsten Wochen gut machen.“

Mit der Partie gegen den Drittplatzierten Ludwigshafen, der drei Punkte hinter Trier liegt, aber auch schon eine Partie mehr absolviert hat, wird für die Eintracht ein Mammutprogramm eingeläutet. Sechs Spiele binnen 20 Tagen stehen auf dem Programm. „Was uns da auferlegt wird, ist schon eine Bürde. Um die Vielzahl der Partien gut zu meistern, wird eine gute Regeneration dazwischen der Schlüssel sein. Wir werden dafür alle Mittel nutzen, die uns zur Verfügung stehen“, sagt SVE-Trainer Josef Cinar.

Ein weiterer Schlüssel könnte sein, dass der Coach bis auf van Schaik und Tim Garnier aktuell keine Ausfälle zu beklagen hat. Das heißt: Er kann mehr rotieren und so Belastungen besser steuern. Cinar: „Wir haben tatsächlich 17, 18 Spieler, die nahezu auf einem Level sind, auch wenn es natürlich ein paar Jungs gibt, die als absolute Leistungsträger voranschreiten. Aber von dieser Ausgeglichenheit haben wir schon in anderen Saisonphasen profitiert. Und dadurch hat sich auch ein Teamgeist entwickelt, der uns helfen wird, unser Aufstiegsziel zu erreichen.“ Die Fähigkeit, Enttäuschungen in (positive) Energie umzuwandeln, wäre also ein möglicher dritter Schlüssel.

Gegen den FC Arminia Ludwigshafen, dem Cinar eine hohe individuelle Qualität und ebenfalls veritable Regionalliga-Ambitionen zuschreibt, hat der SVE-Trainer die Qual der Wahl. So wird selbst die Zusammensetzung des Spieltagkaders keine einfache Aufgabe. Cinar: „Es wird zwei, drei Spieler mit Tribünenplätzen treffen, die nicht damit rechnen.“

Henk van Schaik wird in den Niederlanden verfolgen, wie sich seine Teamkollegen aus der Affäre ziehen. Gleichzeitig gilt es auch, seine Zukunft zu klären. Der Vertrag des Verteidigers läuft im Sommer aus. Kürzlich hat er seinen Berater gewechselt. Unterstützung in der Karriereplanung erhält er fortan von einem alten Bekannten bei der Eintracht – Landsmann Sylvano Comvalius, der in der Saison 2013/14 das SVE-Trikot trug. „Wir werden sehen, was passiert. Ich bin glücklich im Verein und in Trier“, sagt van Schaik. Der SVE möchte mit ihm verlängern. Teammanager Stefan Fleck betont: „Wir wollen unbedingt, dass Henk bei uns bleibt. Er identifiziert sich enorm mit dem Verein.“

Liveticker zum Spiel gegen Ludwigshafen: fupa.net/rheinland