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Eintracht Trier: Stühlerücken in der Jugend-Abteilung

Fußball : Eintracht Trier: Stühlerücken in der Jugend-Abteilung

In die Jugend-Abteilung von Eintracht Trier kommt (mal wieder) reichlich Bewegung. Sowohl an der Spitze als auch unter den Trainern gibt es bemerkenswerte Umwälzungen.

Neuer erster Mann der Abteilung wird Andreas Schäfer, den viele Fußball-Fans in der Region unter seinem Spitznamen „Hennes“ kennen. Der Sport- und Biologie-Lehrer am Trierer Friedrich-Wilhelm-Gymnasium sowie Trainer am DFB-Stützpunkt Trier-Saarburg firmiert künftig als Sportlicher Leiter Jugend. Er übernimmt damit die Aufgaben, die zuvor von Mario Spang (wird Trainer von Mertert-Wasserbillig) und Georg Schanen übernommen worden waren.

„Ziele sind insbesondere, bestimmte Leitlinien weiterzuentwickeln und neue zu etablieren, sowie die vorhandenen guten Strukturen noch besser zu nutzen“, wird der 53-jährige A-Lizenz-Inhaber in einer Vereinsmitteilung zitiert. Übersetzt heißt das: Er will unter anderem zusehen, den Status der Eintracht als vom Fußballverband Rheinland anerkannter Ausbildungsverein mit neuem Leben zu füllen. Seit 2018 hat der SVE dieses Label, nach außen sichtbar wird es aber so gut wie nicht.

Als erste Amtshandlungen wird Schäfer in Abstimmung mit der Vereinsführung vakante Trainerposten neu besetzen müssen. Fix ist, dass der langjährige ehemalige Trainer des Bezirksligisten SG Ruwertal, Jan Stoffels, neuer Coach der Eintracht-U-19 wird — ihm wird laut Schäfer noch ein Assistent zur Seite gestellt. Neue Coaches braucht es auch für die U 17 und U 16. TV-Informationen, wonach sowohl Schanen als auch Dirk Fengler in der neuen Saison nicht mehr beim SVE tätig sein werden, bestätigte Roman Gottschalk, im SVE-Vorstand für die Jugend zuständig.

Und: Mit Horst Cordier hört eine prägende Figur der SVE-Jugend-Abteilung ebenfalls auf. Das hat der Unternehmer dem TV mit dem knappen Satz: „Ja, ich bin raus“ mitgeteilt. Zu den Hintergründen wollte er sich nicht äußern. Auch Gottschalk teilte auf TV-Anfrage mit: „Er hat aufgehört.“ Details dazu wollte auch er nicht kundtun.

Das klingt nicht nach einer einvernehmlichen Trennung. Cordier war in der Vergangenheit in die organisatorische Leitung eingebunden und ein zentraler Geldgeber der Jugend-Abteilung. Hinter vorgehaltener Hand wurde kritisiert, dass im Laufe der Jahre die Abteilung zu sehr ein Verein im Verein geworden ist.

In der Person Schäfers werden nun die sportlichen und organisatorischen Leitungsaufgaben gebündelt. Der zweifache Familienvater agierte als Spieler unter anderem beim VfL Trier und der SG Ruwertal. In seiner Karriere durchlief er Stationen in der Oberliga und Verbandsliga. Als Trainer betreute er in der Oberliga ebenfalls den VfL Trier.

Seit 2009 ist Schäfer Trainer am DFB-Stützpunkt. In dieser Zeit verschaffte er sich ein großes Netzwerk. Schäfer will nicht nur sportlich den Hebel ansetzen: „Wir wollen im Verein insbesondere den Zusammenhalt aber auch darüber hinaus die Außendarstellung nachhaltig verbessern.“

Gottschalk begrüßt Schäfers Verpflichtung: „Wir sind sehr froh, dass wir Andreas für uns gewinnen konnten. Er passt fachlich und charakterlich super zu uns. Darüber hinaus ist er in der Region bestens vernetzt und kennt die Talente rund um Trier.“