1. Sport
  2. Sport aus der Region

Eintracht Trier verliert Elfmeterschießen in Walldorf​ (mit Video)

Fußball-Regionalliga Südwest : Eintracht Trier verliert Elfmeterschießen in Walldorf (mit Video)

Bei der 1:2-Niederlage verschläft der SVE die erste Halbzeit. Insgesamt verhängt der Schiedsrichter vier Strafstöße. Was Eintracht-Trainer Josef Cinar sich ankreidet – und was er der Mannschaft vorwirft.

Foul – Elfmeter, Handspiel – Elfmeter, Foul – Elfmeter. Gleich dreimal zeigte Schiedsrichter Fabian Knoll im Spiel zwischen dem FC-Astoria Walldorf und Eintracht Trier in der ersten Halbzeit auf den Punkt. Dreimal zugunsten der Gastgeber, der zwei dieser auf dem Silbertablett servierten Gelegenheiten nutzte.

In der dritten Minute hatte Fränz Sinner Tim Fahrenholz zu Fall gebracht. Niklas Antlitz trat an – und scheiterte am Pfosten. Durchatmen beim SVE – doch das änderte an der Überlegenheit des FC-Astoria vom Anpfiff weg nichts. Elfte Minute: Wieder stand Sinner im Blickpunkt, dem nun im eigenen Strafraum ein Handspiel zum Verhängnis wurde. Diesmal trat Astoria-Kapitän Marcel Carl an, er traf souverän in die von ihm aus gesehen rechte untere Ecke. Das 1:0 für die Gastgeber, die in vielen Punkten der Eintracht zunächst klar überlegen waren: Spielanlage, Positionsspiel, Bälle in die Tiefe, Nutzung der gesamten Breite des Spielfelds. Walldorf ließ das Spielgerät laufen, Triers Offensivaktionen wirkten dagegen planlos.

Mit dem dritten Elfer in diesem Spiel stellten die Hausherren kurz vor der Pause den verdienten 2:0-Vorsprung her. Eintracht-Torwart Denis Wieszolek senste Maximilian Waack um. Antlitz trat noch mal an und machte es diesmal besser als zu Spielbeginn. Tor in der 45. Minute. Pause.

<div class="park-video" data-video-id="LorgU-qDH4o"> <img class="park-video__cover" src="https://i.ytimg.com/vi/LorgU-qDH4o/maxresdefault.jpg" alt=""> <!--[IF !IE]> --><noscript><!-- <![ENDIF]--> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LorgU-qDH4o" class="park-video__fallback" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow"></a> <!--[IF !IE]> --></noscript><!-- <![ENDIF]--> </div>
Dieses Element enthält Daten von Youtube. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren
Selbstkritik und Kritik: Die Trainer-Stimmen zum Spiel Walldorf - Trier

Schon nach 40 Minuten hatte die Eintracht zum ersten Mal gewechselt. Henk van Schaik, der erstmals seit Anfang März wieder von Beginn an in einem Eintracht-Liga-Spiel mitwirkte, musste für Dominik Kinscher Platz machen. SVE-Coach Josef Cinar korrigierte damit seine gewählte taktische Ausrichtung – ein Fehler, den er sich selbst ankreidete. Er stellte in der Abwehr von Fünfer- auf Viererkette um, der zusätzliche Mittelfeldspieler sollte helfen, den Gegner in diesem Bereich besser in der Breite zu kontrollieren.

Unabhängig vom System bemängelte Cinar fehlende Grundlagen: „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht gut genug. Das war zu wenig. So kannst du dann so ein Spiel auch schwierig gewinnen. An vielen Stellen hat heute auch Qualität gefehlt.“

Die personell gebeutelten Trierer – neben Tim Garnier und Vincent Boesen waren auch Maurice Roth, Robin Garnier und Jason Thayaparan nur Zaungäste in zivil - traten zunächst viel zu passiv auf.

Nach dem Seitenwechsel kam Trier zum fixen Anschlusstreffer – wie sollte es in diesem Spiel anders sein: per Elfmeter! Astoria-Verteidiger Max Müller hatte Jan Brandscheid zu Fall gebracht – Kinscher verwandelte sicher (50.).

Nach gut einer Stunde ging mit Fränz Sinner ein weiterer Innenverteidiger für Michael Omosanya vom Feld – Cinar änderte die Statik im Team Richtung mehr Offensive.

Trier setzte ab der 65. Minute erheblich besser nach. Der eingewechselte Yannick Debrah hatte den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an Idjakovic (72.). In der letzten 20 Minuten waren die Moselaner endlich richtig griffig – doch es sollte nicht mehr für eine Wende reichen. Auch, weil der Schiedsrichter keinen fünften Elfmeter verhängte. Trier reklamierte für sich nach einem Einsteigen gegen Omosanya einen weiteren Strafstoß – doch in dieser Szene blieb die Pfeife des ansonsten eine harte Linie verfolgenden Referees stumm.

In der Tabelle ist Trier nun auf den vorletzten Platz abgerutscht. Der VfR Aalen hat trotz des Neun-Punkte-Abzugs infolge eines gestellten Insolvenzantrags mit dem Sieg gegen Freiberg den SVE nun wieder überholt. Die Eintracht trifft im letzten Heimspiel des Kalenderjahrs am nächsten Samstag auf den VfB Stuttgart II.

FC-Astoria Walldorf: Idjakovic – Gibs (86. Goß), Stich, Max Müller, Mario Müller – Fahrenholz (76. Kabuya), Waack (63. Erbe), Politakis, Crosthwaite (86. Hauk) – Antlitz, Carl (24. Nag)

Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga, van Schaik (40. Kinscher), Maurer, Sinner (63. Omosanya), Heinz – Weiß (46. Debrah), Spang, Wrusch, König (84. Siga) – Brandscheid (84. Yavuz)

Tore: 1:0 Carl (HE, 11.), 2:0 Antlitz (FE, 45.), 2:1 Kinscher (FE, 50.)

Schiedsrichter: Fabian Knoll (Bexbach)

Zuschauer: 538