Eintracht Trier: Vorstandsboss beklagt Stillstand

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Vor Triers Heimspiel am Freitagabend gegen Ludwigshafen spricht Alfons Jochem Klartext.

Die Enttäuschung über das Viertelfinal-Aus im Fußball-Rheinlandpokal beim FV Engers ist bei Eintracht Trier ungebrochen groß. Die 0:2-Niederlage bei den Rheinländern hat sich nahtlos in die Reihe erfolgloser Auftritte auf fremden Plätzen eingefügt. Fünf Spiele, fünf Niederlagen, 2:11 Tore – so lautet die jüngste Auswärts-Schreckensbilanz.

„Es ist frustrierend, dass auswärts derzeit keine Lösungen gefunden werden“, sagt Eintracht-Vorstandssprecher Alfons Jochem, der den Finger in die Wunde legt: „Wir sind auswärts derzeit nicht in der Lage, auf eine entsprechende Physis des Gegners eine Antwort zu geben. Ich vermisse den Biss im Team. Der Trainer hat viel probiert, aber keine Lösung gefunden.“

Jochem kritisiert die einsatzfähigen Leistungsträger im Team, die nicht konstant genug spielen würden. „Vielleicht haben wir das Team aber auch leistungsmäßig überschätzt“, kitzelt Jochem die Mannschaft. Nach der Hinrunde zieht er ein ernüchterndes Zwischenfazit: „Wir sind im Vergleich zur Vorsaison keinen Schritt weitergekommen.“

Eine Diskussion um Trainer Josef Cinar will Jochem aber nicht entfachen. „Wir werden nicht in Panik verfallen. Aber klar ist: Auch er muss Lösungen liefern.“

Die erste Chance dazu ergibt sich am heutigen Freitagabend im Oberliga-Heimspiel gegen Arminia Ludwigshafen zu ungewohnt später Stunde (20 Uhr, Moselstadion). Mit dieser Partie wird die Rückrunde eingeläutet.

Zum Saisonstart hatte der SVE bei der Arminia trotz einer 1:0-Führung mit 1:2 verloren. Schon in dieser Partie hatte sich angedeutet, was sich wie ein roter Faden durch die bisherige Spielzeit zieht: Der Eintracht mangelt es an Beständigkeit. „Wir müssen mehr Konstanz in unsere Leistungen bringen“, sagt auch Coach Cinar, der von einer klaren Aufarbeitung der Pokalniederlage in Engers berichtet: „Die Jungs sind einsichtig. Wir haben das Spiel vergeigt. Leider können wir den Schaden nicht reparieren.“

Aber der SVE kann alles dafür tun, um in der Oberliga auf Tuchfühlung zur Spitze zu bleiben. Gegen Ludwigshafen, das am Dienstag in einem Nachholspiel mit 2:1 gegen die Sportfreunde Eisbachtal gewonnen hat, wird neben Christoph Anton, Maurice Roth und Luca Meyer auch Ersatztorwart Hendrik Bitzer fehlen. Er fällt nach einem im Training erlittenen Muskelbündelriss bis Jahresende aus. Von den zuletzt angeschlagenen Akteuren sind laut Cinar Kevin Heinz und Simon Maurer wieder zu 100 Prozent belastbar. Lediglich Milad Salem verspüre noch leichte Beschwerden. Cinar: „Wir müssen und werden Vollgas geben. Nur wenn wir alles raushauen und gewinnen, werden die Fans zufrieden sein.“

Liveticker: fupa.net/volksfreund

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