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Eintracht Trier: Warum Leonel Brodersen den Verein im Sommer verlässt

Fußball-Oberliga : Eintracht Trier: Warum Leonel Brodersen den Verein im Sommer verlässt - jetzt spricht der Spieler

Nach drei Jahren beim SVE bricht der Außenbahnspieler seine Zelte an der Mosel ab. Leonel Brodersen hat uns die Gründe für den Wechsel verraten.

Beim Fußball-Oberligisten Eintracht Trier ist der erste Abgang zur neuen Saison bekannt geworden. Leonel Brodersen schließt sich im Sommer dem West-Regionalligisten SV Straelen an. Der Club an der deutsch-niederländischen Grenze unweit von Venlo hat den Klassenerhalt perfekt gemacht und wird auch nächste Saison in der vierthöchsten Spielklasse vertreten sein.

Brodersen war zur Spielzeit 2019/20 vom SC Paderborn II zum SVE gekommen. Der gebürtige Oldenburger, dem parallel eine Ausbildung bei der Volksbank Trier ermöglicht wurde, etablierte sich in seiner ersten Saison an der Mosel als Stammspieler – zumeist als Rechtsverteidiger. Dann kam Corona – und es folgten zwei Saisonabbrüche. Zu Beginn der aktuellen Spielzeit bremste Brodersen eine Krankheit aus. Lange Zeit herrschte Ungewissheit über die Gründe fortwährender Atemprobleme. Nach drei Monaten dann das Comeback Ende Oktober 2021. Dank eines Asthmasprays kann Brodersens Lungenleistung von 80 Prozent wieder auf 100 Prozent gebracht werden.

In der aktuell laufenden Oberliga-Aufstiegsrunde stand der 24-Jährige in den ersten sechs Partien stets in der Anfangsformation.

Trotz erkennbarer Fortschritte wollte der SVE nach Auskunft von Teammanager Stefan Fleck mit intensiven Vertragsgesprächen noch warten. „Wir müssen in der aktuellen Situation schauen, wohin sportlich die Reise geht. Deshalb konnten wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts Definitives anbieten“, verweist er auf die offene Frage, ob der SVE in der kommenden Saison in der Oberliga oder Regionalliga Südwest spielt.

Brodersen verlässt den SVE: „Kommunikation ist sauber gelaufen“

Zwischenzeitlich sei dann Brodersen mit dem Wunsch nach einer Veränderung an den Club herangetreten. Fleck: „Er hat das frühzeitig getan – und alles in der Kommunikation ist sauber gelaufen.“

Das bestätigt Brodersen: „Wir haben alles sauber geklärt.“ Er sagt, dass für ihn vor allem auch private Gründe eine Rolle beim Wechsel spielen: „Ich bin in Dortmund aufgewachsen. Wenn ich in Straelen spiele, bin ich näher an meiner Familie, die ich so öfters sehen kann.“ Die Gespräche mit dem SV Straelen seien gut verlaufen.

Fleck ist überzeugt, dass Brodersen trotz des feststehenden Abgangs bis zum Saisonende weiterhin alles für die Eintracht geben wird: „Er hat Bock, mit uns das große Ziel Aufstieg zu schaffen.“ Auch in diesem Punkt sagt Brodersen nichts anderes: „Ich werde weiter 120 Prozent Gas geben. Das bin ich auch all den Jungs in der Mannschaft schuldig.“