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Elversberg: Zwei Ex-Trierer steigen in die 3. Liga auf

Elversberg/Trier : Zwei Ex-Trierer steigen in die 3. Liga auf

Über viele Jahre hinweg wirkten sie als Spieler oder im Trainerstab von Eintracht Trier. Was ihnen damals mit den Blau-Schwarz-Weißen nicht gelang, haben sie nun mit der SV 07 Elversberg geschafft: Rudi Thömmes und Sascha Purket sind mit den Saarländern in die 3. Liga aufgestiegen.

Aus dem Feiern kam Rudi Thömmes am Wochenende gar nicht mehr heraus: Samstag machte er mit der Sportvereinigung 07 Elversberg – hier ist der langjährige Spieler und Co-Trainer von Eintracht Trier seit 2018 Assistenzcoach – den Aufstieg in die 3. Liga klar. Zumindest so gut wie: Vor dem finalen Spieltag in der Regionalliga Südwest haben die Saarländer drei Punkte auf den Tabellenzweiten SSV Ulm Vorsprung und die um 19 Treffer bessere Tordifferenz. „Die offiziellen Feierlichkeiten gibt’s erst nach unserem letzten Spiel daheim gegen Homburg. Aber natürlich haben wir schon mal das eine oder andere Bier getrunken“, sagt der 53-jährige im TV-Gespräch. Fast schon zum Elversberger Inventar zählt mittlerweile auch Torwarttrainer Sascha Purket, der nach sechs Jahren bei der Eintracht 2013 im Stadion an der Kaiserlinde als Torwarttrainer anheuerte. Beide verfügen nach eigenen Angaben in Elversberg auch über Verträge für die 3. Liga.

Am Sonntag besuchte Thömmes dann das Spitzenspiel in der Bezirksliga. Mit 1:0 gewann hier die FSG Ehrang/Pfalzel, bei der er einst Spieler und Trainer war, gegen Rot-Weiß Wittlich. „Sie haben ein starkes Team und viel Potenzial müssen aber taktisch noch vielleicht etwas dazulernen in der Rheinlandliga“, sagt der in Ehrang lebende Thömmes über das Team.

Das Auswärtsmatch der Sportvereinigung am vergangenen Samstag beim FSV Frankfurt (1:1) hatte gegen Ende Skurriles zu bieten: Sowohl die Gäste, wie auch die abstiegsbedrohten Hausherren konnten mit dem Unentschieden sehr gut leben. Das zog minutenlanges Ballgeschiebe nach sich. Beide Teams hatten auf einmal einen Nichtangriffspakt geschlossen. In einigen Medien wurden bereits Vergleiche zur „Schande von Gijon“ bei der Weltmeisterschaft 1982 gezogen, als Deutschland mit 1:0 gegen Österreich führte, dieses Resultat beiden zum Weiterkommen verhalf und deshalb gegen Ende auch nichts mehr lief. „Es gab keine Absprachen und keine Ansagen von außen. Ich denke, in dieser Situation hätten andere auch nichts mehr riskiert“, sagt Rudi Thömmes. „Was hätten wir anderes machen sollen? Wenn wir noch in einen Konter laufen, hätte man uns für dämlich erklärt“, lässt auch Purket durchblicken.

Beide freuen sich schon riesig auf die 3. Liga, wo die Elversberger 2013/14 mal ein einjähriges Kurzgastspiel gaben und seitdem Jahr für Jahr mit üppigen Etats versuchten, wieder dorthin zurückzukehren. „Derbys gegen den 1. FC Saarbrücken, ein Spiel an der Bremer Brücke in Osnabrück und vielleicht ja auch beim 1. FC Kaiserslautern, wenn er den Zweitligaaufstieg in der Relegation nicht packt, sind schon was anderes als bei Schott Mainz auf dem Kunstrasen anzutreten – ohne ihnen zu nahe treten zu wollen“, frohlockt Purket.

Ein anderer Ex-Trierer geht unterdessen vom Saarland nach Sachsen-Anhalt: Jens Kiefer – im Frühjahr 2014 einige Wochen lang Trainer der Eintracht, ehe ihn der FC Homburg loseiste – wechselt als Chef des Nachwuchsleistungszentrums zum Drittligisten Hallescher FC. In gleicher Funktion war der 47-Jährige zuletzt in Elversberg tätig.