Trier : Turnen, tanzen und mehr

Die Geschichte des Tanzsports: Über die USA nach Europa.

 Trainerin Sabrina Prinz bei einer Hebeübung mit einer Majorette-Schülerin. Auch Bodenturnübungen wie Spagat sind wichtige Elemente.
Trainerin Sabrina Prinz bei einer Hebeübung mit einer Majorette-Schülerin. Auch Bodenturnübungen wie Spagat sind wichtige Elemente. Foto: TV/Pauline Leis
 Majorettentanz in Trier auf der Bausch mit Trainerin Sabrina Prinz
Majorettentanz in Trier auf der Bausch mit Trainerin Sabrina Prinz Foto: TV/Pauline Leis

Der Majorettentanz entwickelte sich im 19. Jahrhundert aus den amerikanischen „Marching Bands“. Diese marschierten auf Paraden mit, machten Musik dazu, während Majoretten auf der Straße tanzten. Der Tambourmajor, der beste Trommler der Gruppe, ging vorne und gab mit einem großen Taktstock, dem sogenannten Baton, den Takt und die Marschrichtung vor. Anfang des 20. Jahrhunderts waren erstmals Frauen in den Marching Bands vertreten. Der typische Majorettentanz mit Tanzeinlagen entwickelte sich Ende des 19. Jahrhundert, als eine Frau den Tambourmajor bei einer Parade ersetzte. Neben den Taktvorgaben machte sie auch Kunststücke mit dem Baton und begeisterte das Publikum. Die Verbindung von Paraden, rhythmischer Sportgymnastik und Baton wurde kennzeichnend für den Majorettentanz. 1940/1950 gelangte der Majorettentanz über Frankreich nach Deutschland. 1970 gab es in der Region noch viele Gruppen, während die Tanzart heute nur noch vereinzelt angeboten wird. Etwa im Bürgerverein auf der Bausch. Der Verein wurde 1999 in Trier gegründet. Mehr als 80 Familien nutzen die zahlreichen Angebote. „Wir sind ein mehr oder weniger aufstrebender Verein und sind über jedes Mitglied froh“, sagt Axel Grämmel. Der Vereinsvorsitzende ist froh über die Resonanz bei den  Majoretten. „Das Angebot der Majoretten kommt gut an.