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Fair Play auf Tour und im Camp durch Eifel und Hunsrück

Fairplay : Fair Play auf Tour und im Camp

Fair Play im Doppelpack heißt es für einige Hundert Schüler in der letzten Woche vor den Sommerferien. An diesem Wochenende startet nicht nur die Fair-Play-Tour, sondern auch das Fair-Play-Camp.

(teu) Radfahren für ein gemeinsames Europa und für Gleichaltrige in Entwicklungsländern, dafür traten von 1999 bis 2019 ins gesamt mehr als 4000 Schüler bei der Fair-Play-Tour in die Pedale. Organisiert von der Trierer Sportakademie und dem Eurosportpool legte ein Tross von mehr als 300 Radfahrern während einer Woche täglich im Schnitt rund 100 Kilometer quer durch die Großregion, durch Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg, zurück. Zusammengerechnet kamen so in zwei Jahrzehnten mehr als 96 Erdumrundungen an Kilometern zusammen.

Corona war ein großer Einschnitt. Es wurden mit verschiedenen sportlichen Aktionen weiterhin für Schulbauprojekte in Afrika Spenden gesammelt, das große Gemeinschaftserlebnis fiel mit der Pandemie aber aus. Aber bereits im vergangenen Jahr startete Herbert Ehlen, zusammen mit Klaus Klaeren einer der Initiatoren der Tour mit dem World Fair Play Camp eine Alternative: Keine Rad-Etappenfahrt mit Übernachtungen in Turnhallen an den verschiedenen Orten, sondern von einem festen Standort aus tägliche Radtouren mit unterschiedlichen Bildungsschwerpunkten.

So wird in diesem Jahr vom heutigen Samstag (16.7.) an von Zülpich aus beispielsweise das Braunkohlekraftwerk Weisweiler, aber auch der Hambacher Forst angesteuert. Es geht ins Haus der Geschichte in Bonn, zum Freilichtmuseum Kommern und zur einstigen NS-Ordensburg Vogelsang, aber auch in einen Kletterpark. Die rund 100 Jugendlichen steuern dabei in drei Gruppen täglich unterschiedliche Orte an und treffen sich abends wieder im Camp, auch um zu diskutieren, wie Alles mit Allem zusammenhängt.

Täglich bis zu knapp 100 Kilometer auf dem Fahrrad unterwegs, ist bei den Teilnehmern des Camps ebenso wie bei der Tour Fair Play und Solidarität untereinander gefragt. Statt acht Etappen gibt es bei der 22. Auflage zwar nur sechs und auch die Anzahl der Teilnehmer wird kleiner sein. Gefahren wird aber weiterhin durch die komplette Großregion von Trier nach Gerolstein (17.7.), ins belgische Bütgenbach (18.7.), über Pronsfeld nach Bitburg (19.7.), ins deutsch-luxemburgisch-französische Dreiländereck nach Perl (20.7.), nach Birkenfeld (21.7.) und am letzten Tag über Hermeskeil zum Ziel nach Bekond (22.7.). Insgesamt rund 600 Kilometer werden so zurückgelegt. Dabei sein werden auch Jugendliche aus dem rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda.

Teilnehmer Fairplay-Tour:

Gruppen aus Trier (Sportakademie, DJK-MIC, PST, Tri Post, Silvesterlauf), von Bekond aktiv, aus Germesheim in der Pfalz, von der IGS Hermeskeil, der Realschule Plus Konz, der TG Konz, vom Stefan-Andres-Gymnasium Schweich, der Realschule Neuerburg und aus Ruanda

Internet: www.sportakademie.de

Teilnehmer Fairplay-Camp:

RS und FOS Birkenfeld, Gesamtschule Eifel Blankenheim, Realschule Plus Bleialf, Realschule Plus und Thomas-Morus-Gymnasium Daun, Augustiner-Realschule Hillesheim, Graf Salentin Schule Jünkerath, Vinzenz-von-Paul-Gymnasium Niederprüm, Gymnasium Saarlouis, HJK Steinfeld, Gymnasium Traben-Trarbach, Kurfürst-Balduin-Realschule Plus Wittlich, Realschule Zülpich

Internet: www.world-fairplay-camp.de