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Handball: Freie Fahrt für den TuS Daun

Handball : Freie Fahrt für den TuS Daun

Rheinlandliga der Männer: Im mit Spannung erwarteten Eifelderby hat sich der TuS Daun verdient mit 37:31 (14:14) gegen den TV Bitburg durchgesetzt. Damit festigt Daun seine Tabellenführung und bleibt im Titelkampf mit der HSG Hunsrück auf Augenhöhe.

Geht es nach Trainer Rudi Engel, kann der TV Bitburg das Wort Meisterschaft nach aus dem Vokabular streichen. Groß ist die Enttäuschung nach der Niederlage in Daun, die sich anfangs nicht abgezeichnet hatte. Daun wirkte nervös und vergab etliche freie Chancen. So führten die Gäste in der zehnten Minute mit 7:2.  Hinzu kam, dass der TuS schon in der 16. Minute die zweite Zeitstrafe gegen Kai Lißmann im Mittelblock zu verkraften hatte, der im Deckungsverband dann nicht mehr eingesetzt wurde. Als zudem der etatmäßige Linksaußen der Dauner, Lukas Meyer, die Rote Karte nach einer unnötigen und unglücklichen Abwehraktion sah (20.), war Dauns Trainer Markus Willems zum Improvisieren gezwungen.

Daun trotzte den Widerständen und kämpfte sich zum 10:10 (24.) heran – auch dank einer effektiven Manndeckung gegen Bitburgs Florian Enders. „Mit jedem Tor wurde Daun aggressiver, und wir wurden nervöser“, sagte Engel.

Die Entscheidung fiel, als sich der TuS unter dem Jubel der Zuschauer in der ausverkauften Wehrbüsch-Halle von 25:24 (46.) auf 28:24 (51.) absetzte.

„Uns fehlten die Alternativen im Rückraum, zudem merkte man auf einigen Positionen die aus beruflichen Gründen fehlende Trainingsarbeit der letzten Wochen“, klagte Engel, der den Blick nach vorne richtete: „Selbstverständlich waren wir nach der Niederlage alle geknickt. Wir stehen jetzt vor heimischer Kulisse gegen Bannberscheid so richtig unter Druck und laufen Gefahr, durchgereicht zu werden. Doch zu Hause sieht es bei uns deutlich anders aus.“

Besser ist die Gemütslage beim TuS Daun. „Wir haben auf alles eine Antwort gehabt. Es war ein super Spiel meiner Mannschaft, bei dem die Rahmenbedingungen stimmten. 400 Zuschauer feierten unseren Sieg. Jetzt haben wir noch die schweren Auswärtsspiele in Bad Ems und im Hunsrück zu lösen“, sagte Trainer Willems, der das Wort Meisterschaft weiterhin nicht in den Mund nehmen will.

TuS: Lindner und Neis - L. Willems (2), Otto (5), J. Willems (4), Brümmer (11/5), S. Präder (6), Lißmann (5), Reifferscheidt, Mayer (1), Wheaton, Illigen, Rahn (3).

TVB: Reich und Otte - Engel (6), Guldenkirch (8), Walerius (3), Steinbach (1), Enders (5/4), Kaufmann (1), Lauer (7), Rehm, Nelles