Fußball: 3:2! - Eintracht Trier feiert Derbysieg gegen TuS Koblenz

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Oberliga : Na denn Prost! Eintracht Trier beendet vor toller Kulisse lange Durststrecke (mit Videos)

3:2! - Der SVE feiert nach knapp fünfeinhalb Jahren mal wieder einen Derbysieg gegen die TuS Koblenz.

Die kollektive Erleichterung brach sich nach drei Minuten Nachspielzeit Bahn. Die meisten der 2437 Zuschauer – eine richtig starke Kulisse für Oberliga-Verhältnisse – schrien ihre Freude heraus. Eintracht Trier gewann nach einem Herzschlagfinale mit 3:2 gegen die TuS Koblenz. Es war der erste Sieg im Prestigeduell seit knapp fünfeinhalb Jahren.

Nach einer zerfahrenen Anfangsphase fand Trier über mehrere gewonnene Zweikämpfe ins Spiel. Mit der ersten guten Chance gelang dem SVE auch gleich der umjubelte Führungstreffer. Trier spielte sich durch die Koblenzer Reihen. Am Ende legte Tim Garnier auf Edis Sinanovic, der den Ball einschob (14.). Sinanovic, wer sonst – der Außenstürmer traf zum siebten Mal in dieser Saison.

Auf dem Rasen ging’s kernig, aber nicht unfair weiter. Und die Eintracht legte nach. Und wie! Kevin Kling machte das 2:0 – untypisch für ihn per Fuß. Normalerweise ist der baumlange Innenverteidiger vor dem gegnerischen Tor für Offensivkopfbälle zuständig. In dieser Szene aber verlor die Koblenzer Defensive Kling am zweiten Pfosten aus den Augen, der geistesgegenwärtig den Fuß hinhielt (28.).

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Wieder eine Zwei-Tore-Führung – so wie im letzten Heimspiel gegen die TuS vor ziemlich genau einem Jahr, als der SVE 3:1 vorne lag. Damals reichte es nicht zum Sieg (3:3). Und auch jetzt ließ die Eintracht die TuS wieder rankommen. Nach einem Freistoß passte die Eintracht nicht auf, ließ Michael Stahl gewähren, der auf Torschütze Amodou Abdullei ablegte. Der Koblenzer Stürmer drückte den Ball dank seines robusten Körpers über die Linie (35.).

Trier ließ sich danach ziemlich weit zurückdrängen. Eine Flanke von Leon Gietzen strich nur Zentimeter am zweiten Pfosten vorbei – Glück für den SVE (45./+2).

Josef Cinar (Trainer Eintracht Trier) dankt Fans für "unfassbare" Stimmung

Die TuS musste schon in der achten Minuten verletzungsbedingt wechseln. Der zentrale defensive Mittelfeldspieler Linus Schulte-Wissermann war auf die Hand gefallen, ihn ersetzte Marc Richter.

Eine Überraschung gab’s in der Trierer Anfangself. Kevin Heinz saß erstmal draußen, Leonel Brodersen spielte wieder von Beginn an.

Nach der Pause fand Trier wieder gut in die Spur und erhöhte recht fix. Mit einem tollen Tor – in der Entstehung und im Abschluss. Ganz stark, wie Vorlagengeber Milad Salem den Ball behauptete, Meter machte und Christoph Anton bediente. Triers Flügelflitzer behielt im TuS-Strafraum Ruhe und Übersicht – klug erzielte er das 3:1 (54.). In den ersten sieben Oberliga-Partien hatte Koblenz nur zwei Gegentore kassiert - nun waren es in einem Spiel gleich drei.

Die Entscheidung? Noch nicht! Ohne Not begrüßte die Eintracht die Gäste zurück im Spiel, als sie Abdullei einen Kopfballtreffer gestattete. Der Koblenzer stand dabei völlig allein (84.).

Doch diesmal endete die Partie nicht mit einer Enttäuschung. Trier brachte den Sieg ins Ziel. Ohne Ertrag beorderte die TuS in den Schlussminuten zwei Mal Torwart Dieter Paucken vors Trierer Gehäuse. Die lange Durststrecke ist zu Ende. Der bis dato letzte Erfolg gegen die TuS datierte vom 2. April 2014 (im Rheinlandpokal-Viertelfinale).

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Spiel-Statistik:

Eintracht Trier: Wieszolek – Brodersen (75. Heinz), Maurer, Kling, Kaluanga – Balde – Sinanovic, Salem, Roth, Anton (64. Kinscher) – Garnier (71. Brandscheid)
TuS Koblenz:
Paucken – von der Bracke, Stahl, Softic – Waldminghaus, Hadzic, Schulte-Wissermann (8. Richter), Kabashi (46. Nonaka), Gietzen – Knop (57. Käfferbitz), Abdullei
Tore:
1:0 Sinanovic (14.), 2:0 Kling (28.), 2:1 Abdullei (35.), 3:1 Anton (54.), 3:2 Abdullei (84.)
Schiedsrichter:
Alex Kreuger (Luxemburg)
Zuschauer:
2437

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