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Fußball: 5:0 gegen Bingen - Eintracht Trier feiert Kantersieg und bleibt Erster

Fußball-Oberliga : 5:0 - Eintracht Trier feiert Kantersieg und bleibt Erster

Hassia Bingen sieht im Moselstadion kein Land - trotz einer Überzahl in der Schlussphase. Bemerkenswert: Bei der Eintracht tragen sich gleich fünf Spieler in die Torschützenliste ein.

Bei Dominik Kinscher standen bis zum Samstag, 14 Uhr, null Oberliga-Minuten in dieser Saison zu Buche. Nach einem gutem Eindruck, den der Mittelfeldspieler unter der Woche in einem Testspiel gegen die SG Nusbaum (4:0) sowie im Training hinterließ, schenkte ihm Eintracht-Trainer Josef Cinar im Liga-Spiel gegen Hassia Bingen das Vertrauen von Beginn an – zumal Maurice Roth angeschlagen auf der Bank saß.

Der „King“ zahlte das Vertrauen zurück. In der siebten Minute bediente Kinscher Leonel Brodersen, der mit feiner Schusstechnik zum 1:0 ins lange Eck traf (7.).

Es war der Auftakt zu einer bärenstarken Halbzeit, die der SVE hinlegte. Spielfreude, Kampfkraft, Laufbereitschaft – es passte vieles im SVE-Spiel. Und das wurde auch in Toren sichtbar. In der 27. Minute erhöhte Jan Brandscheid per Foulelfmeter auf 2:0 – Julian Hohns hatte Eintracht-Kapitän Simon Maurer zu Fall gebracht.

Nur zwei Minuten später das 3:0. Die Eintracht erzwang mit konsequentem Nachsetzen den nächsten Treffer. Nach Vorlage von Ömer Kahyaoglu war Tim Garnier aus kurzer Distanz erfolgreich (29.).

Kinscher und Kahyaoglu – die beiden Neuen in der Eintracht-Startelf – steuerten gleich zwei Assists bei. Da hatte Trainer Josef Cinar ein glückliches Händchen. Und es zeigt, dass der Trierer Kader in der Breite derzeit mehrere Varianten zulässt.

Und es ging munter weiter. Auch der Spielführer durfte ran. Nach Vorarbeit von Garnier, der den Ball zunächst stark behauptete und dann mit etwas Glück weiterleitete, drosch Maurer den Ball unter die Latte zum 4:0 (42.).

Cinar wechselte schon vor der Pause erstmals – für den gelb-rot-gefährdeten Henk van Schaik kam Felix Fischer ins Spiel (40.).

Von den Gästen kam nichts Nennenswertes. Ein müder Schuss von Ex-Profi Pierre Merkel – mehr hatten die Gäste, die unter der Woche im Südwest-Pokal noch überraschend Regionalligist FK Pirmasens aus dem Wettbewerb geworfen hatten, nicht zu bieten.

Bingens Trainer Thomas Eberhardt wechselte zur zweiten Halbzeit doppelt, und die Gäste liefen auch etwas höher an – doch die Offensivakzente setzte weiter die Eintracht. Garnier zog ab und traf die Latte (54.). Nach gut einer Stunde fiel dann das 5:0. Bingen schenkte Trier einen weiteren Elfmeter, als Hohns Abdullei völlig unnötig zu Fall brachte. Der Gefoulte trat an und verwandelte sicher (62.).

Trier musste die letzten 20 Minuten in Unterzahl bestreiten. Fischer konnte nach einem schmerzhaften Pressschlag nicht weitermachen - Trier hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon drei Mal gewechselt.

Kapital daraus zu einer Ergebniskosmetik konnte Bingen nicht schlagen. Trier verteidigt mit dem Kantersieg die Tabellenführung in der Nord-Gruppe der Oberliga.

Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga, Maurer, Kling (65. Thayaparan), Heinz – van Schaik (40. Fischer) – Brodersen, Garnier, Kinscher, Kahyaoglu – Brandscheid (57. Abdullei)

Hassia Bingen: Haas – Serratore (46. Neal), Radschuweit, Hohns, Goulas (46. Ludwig) – Akcam, Roumeliotis, Iten, Majchrzak – Dautaj (75. Amoako) – Merkel

Tore: 1:0 Brodersen (7.), 2:0 Brandscheid (27., FE), 3:0 Garnier (29.), 4:0 Maurer (42.), 5:0 Abdullei (62., FE)

Schiedsrichter: Christoph Busch

Zuschauer: 500