Fußball: Eintracht Trier fährt zur Schießbude der Oberliga nach Pfeddersheim

Fußball : Eintracht Trier fährt zur Schießbude der Oberliga

Die Moselaner gastieren an diesem Samstag bei der TSG Pfeddersheim, die es vorne und hinten krachen lässt.

Wenn einem etwas fast Einmaliges widerfährt, dann bleibt das im Gedächtnis haften. Christoph Anton blickt gerne auf dem 9. März dieses Jahres zurück. Damals gelang dem mit 1,75 Metern nicht gerade hochgewachsenen Flügelspieler von Eintracht Trier nach einer Ecke per Kopf (!) der 1:1-Endstand im Auswärts­spiel bei der TSG Pfeddersheim. Der 28-Jährige kann sich nicht daran erinnern, dass ihm das zuvor schon mal gelungen war.

Gegen eine Wiederholung im Gastspiel der Eintracht an diesem Samstag bei der TSG aus dem Wormser Stadtteil (15.30 Uhr, Uwe-Becker-Stadion) hätte er nichts einzuwenden, aber bitte mit einem besseren Endergebnis für die Eintracht. Für einen Sieg muss aber vieles besser laufen als beim jüngsten Auftritt in der Fremde in Mechtersheim, der mit einer 1:2-Enttäuschung endete. „Wenn jetzt jemand noch nicht gewarnt ist, dann weiß ich es auch nicht. Wir müssen direkt da sein und dürfen nicht erst nach 20, 30 Minuten aufwachen“, sagt Anton.

SVE-Trainer Josef Cinar geht davon aus, dass sein Team aus der Mechtersheim-Erfahrung klug geworden ist. Gleichzeitig warnt er vor einer „brutalen Offensive“ der TSG Pfeddersheim. Sie scheint aber auf Kosten intensiver Defensivarbeit zu gehen – das Torverhältnis der TSG von 24:34 spricht Bände.

Die Rheinhessen haben in dieser Saison schon mehrere wuchtige Ergebnisse zustande gebracht. 2:8 zu Hause gegen Wiesbach, 6:3 zu Hause gegen Völklingen, 0:5 beim TSV Schott Mainz. Daniel Wilde, Trainer der TSG, lässt durch die Blume anklingen, mit aggressivem Spiel der Eintracht den Zahn ziehen zu wollen. Bei Cinar löst das Überraschung aus: „Ich wüsste nicht, dass wir mit einem aggressiven Spiel Probleme haben.“

Sein Blick geht aufs eigene Team. Dort dürfte Felix Fischer nach seinem Oberliga-Startelf-Comeback zuletzt gegen Engers diesmal wohl eher ein Kandidat als Joker sein. Cinar attestiert Sanoussy Balde, ebenfalls ein Kandidat fürs defensive Mittelfeld, eine gute Trainingswoche: „Vor dem Engers-Spiel hat er nicht so gut gearbeitet. Wir haben ihm klargemacht, dass er sich bei Eintracht Trier keine schlechte Trainingswoche erlauben kann. Das ist bei ihm angekommen.“

Im Sturm dürfte Jan Brandscheid erste Wahl bleiben. Für eine der beiden Außenverteidigerpositionen scheint Jason Kaluanga gesetzt, für den anderen Platz ,bewerben‘ sich Kevin Heinz und Leonel Brodersen.

Gute Nachricht aus dem Lazarett: Jason Thayaparan ist nach einem Innenbandanriss im Knie zurück im Mannschaftstraining. Für einen Platz im Kader fürs Pfeddersheim-Spiel ist er laut Cinar gleichwohl noch keine Option.

Laut Vereinsangabe bestreitet Eintracht Trier sein Achtelfinalspiel im Rheinlandpokal bei der SG Ellscheid am Mittwoch, 23. Oktober, 19.30 Uhr.

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