Fußball: Eintracht Trier kassiert 1:2-Niederlage in Mechtersheim

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Moselaner verlieren mit 1:2 beim Tabellenletzten, weil in der ersten Halbzeit nichts zusammenläuft

Nackenschlag für Eintracht Trier: Ausgerechnet beim Tabellenschlusslicht TuS Mechtersheim kassierte der SVE am Samstagnachmittag seine zweite Saisonniederlage.

Die Eintracht begann schläfrig und konnte diesen Eindruck während der gesamten ersten Halbzeit nicht revidieren. Der TuS - mit dem Rücken zur Wand - war aggressiver, griffiger, williger, gieriger.

Ein Spiegelbild dafür waren die beiden Tore für den TuS vor der Pause. Vor dem 1:0 unterband die Eintracht einen schnell ausgeführten Freistoß im Mittelfeld nicht. Der Ball wurde zu Hori Ryunosuke geflankt, gegen den Simon Maurer dann auch nichts mehr ausrichten konnte. Der Japaner, einer von drei Akteuren aus dem fernöstlichen Land in der Startelf der Pfälzer, hatte keine Mühe, SVE-Torwart Denis Wieszolek zu überwinden (14.).

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Beim 2:0 zimmerte ein weiterer Japaner, Kazuaki Nishinaka, den Ball sehenswert in den Winkel. Doch die Eintracht muss sich vorwerfen lassen, den TuS-Akteur an der Strafraumgrenze überhaupt nicht bedrängt zu haben (37.).

Mechtersheim trat keineswegs wie ein Tabellenschlusslicht auf – und Trier nicht wie ein Tabellenzweiter. Von der Selbstsicherheit im Spiel der Moselaner war nichts zu spüren. Das Zusammensiel in der Offensive funktionierte nicht. Mechtersheim zog dem SVE mit giftigem Spiel den Zahn.

Der Anpfiff zur zweiten Halbzeit verzögerte sich ein bisschen, da sich in einem Loch im Rasen durch die Bewässerungsanlage in der Halbzeit eine tiefere Pfütze gebildet hatte – und das bei bestem Spätsommerwetter … Das Loch musste erst mit reichlich Sand aufgefüllt werden.

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Trier stellte von einem 4-1-4-1 auf ein 4-4-2 um, brachte mit Jan Brandscheid für Sanoussy Balde mehr Offensivkraft aufs Feld. Die Eintracht wollte ein Powerplay aufziehen und kam in der 62. Minute zum Anschlusstreffer. Nach Flanke von Christoph Anton traf Tim Garnier aus spitzem Winkel per Kopf.

Doch danach zerfledderte die Partie zusehends. Ständige Unterbrechungen, verbale Scharmützel und eine ausgeprägte Rudelbildung verhinderten, dass richtig Fußball gespielt wurde. So brachte Mechtersheim den Sieg über die Zeit – und das trotz achtminütiger Nachspielzeit.

TuS Mechtesheim: Seyman – Selzer, Hartlieb, Bückle, Kuroyanagi – Metz (77. Maier), Horntrich (68. Kartus), Marx, Ryunosuke (63. Styblo) – Schwehm, Nishinaka

Eintracht Trier: Wieszolek – Brodersen (82. Kinscher), Kling, Maurer, Kaluanga – Balde (46. Brandscheid) – Sinanovic (71. Heinz), Roth, Salem, Anton – Garnier

Tore: 1:0 Ryunosuke (14.), 2:0 Nishinaka (37.), 2:1 Garnier (62.)

Schiedsrichter: Tobias Hauer

Zuschauer: 272

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