Fußball: Eintracht Trier trennt sich im Topspiel 1:1 gegen Schott Mainz

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Oberliga : 1:1 gegen Mainz: Triers Heimserie hält, doch der Rückstand wird nicht kleiner (Videos)

Die Eintracht korrigiert vor 1148 Zuschauern im Moselstadion durch Kevin Kling einen Pausenrückstand.

Eintracht Trier hat seine imposante Heimserie (jetzt 18 Partien ungeschlagen) ausgebaut, es aber verpasst, dem Herbstmeister TSV Schott Mainz näher auf die Pelle zu rücken. Das Topspiel zwischen beiden Teams vor 1148 Zuschauern im Moselstadion endete 1:1 – ein Ergebnis, mit dem beide Trainer zumindest halbwegs leben konnten.

Vor der Pause lagen bei der Eintracht Theorie und Praxis weit auseinander. Der SVE wollte aggressiv anlaufen, verharrte aber über weite Strecken in Passivität. Beide Mannschaften begegneten sich mit großem Respekt. Bei der Eintracht agierte Dominik Kinscher defensiver als sonst. Bei Ballbesitz der Mainzer erwartete der SVE den Gegner meist erst an der Mittellinie.

Auch die Gäste aus der Landeshauptstadt gingen vorne nicht extrem drauf. Sie ließen den Ball aber besser laufen als die Eintracht. Dass der TSV zur Pause führte, war indes einer Einzelleistung von Raphael Assibey-Mensah zu verdanken, der mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 1:0 traf (38.). Die Eintracht muss sich in dieser Szene allerdings auch vorwerfen lassen, den Mainzer nicht konsequent gestört zu haben.

Die Eintracht-Spieler Simon Maurer und Denis Wieszolek im Interview

Trier musste auf die verletzten Christoph Anton, Maurice Roth und Kevin Heinz verzichten. Zudem fehlte Jason Thayaparan gelb-rot-gesperrt. Immerhin konnten die zuletzt angeschlagenen Simon Maurer und Milad Salem (er wurde laut Cinar fitgespritzt) mitwirken. Dem TSV fehlte derweil sein bester Torschütze Janek Ripplinger wegen einer Erkältung.

In der zweiten Halbzeit agierte die Eintracht wesentlich mutiger – und kassierte bei einem Konter der Mainzer fast das 0:2. Doch der TSV spielte eine 5:3-Überzahl ganz schlecht aus (61.). Die Strafe vier Minuten später: Kevin Kling köpft nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich ein (65.).

In der Schlussphase gab’s eine rund zehnminütige Zwangspause, weil sich SVE-Torwart Denis Wieszolek nach einer Ecke am Kopf verletzte. Er bekam den Stollen eines Mainzers an die Stirn – eine blutende Wunde war die Folge. Wieszolek entschwand mit dem medizinischen Personal in die Kabine, wo er getackert und mit einem Turban (zufällig in den Vereinsfarben der Eintracht …) ausgestattet wurde.

Die Statements der Trainer Josef Cinar und Sascha Meeth

Wieszolek kam zurück in die Partie, die nach elf Minuten Nachspielzeit abgepfiffen wurde. Den letzten Aufreger gab’s in der siebten Minute der Extrazeit, als Triers Stürmer Tim Garnier im Schott-Strafraum nach einem Zweikampf mit Nicklas Schlosser zu Boden ging. Cinar forderte einen Elfmeter, TSV-Trainer Sascha Meeth monierte eine Schwalbe. Die Wahrheit lag dazwischen. Es gab eine Berührung, die aber nicht elfmeterwürdig war.

Spiel-Statistik:

Eintracht Trier: Wieszolek – Brodersen, Maurer, Kling, Kaluanga – Sinanovic (90./+2 Kahyaoglu), Kinscher (90./+8 Fischer), Balde, Salem (81. Amberg) – Brandscheid, Garnier

TSV Schott Mainz: Hansen – Kohns, Schneider, Hermann, Schlosser – Fring, Rinker (46. Hahn, 71. Raltschitsch), Del Vecchio – Assibey-Mensah, Kern, Mairose (90./+2 De Sousa)

Tore: 0:1 Assibey-Mensah (38.), 1:1 Kling (65.)

Schiedsrichter: Manuel Reichardt

Zuschauer: 1148

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