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Fußball: Josef Cinar und Aydin Ay - einst Teamkollegen, heute Gegner

Oberliga-Topspiel Eintracht Trier - Waldalgesheim : Josef Cinar und Aydin Ay: Einst Teamkameraden, heute Gegner

Fußball: Beim Duell des Tabellenersten mit dem Zweiten kommt es im Moselstadion zu einem Wiedersehen.

Es waren aufregende Zeiten damals bei Eintracht Trier. Zum einen, weil es sportlich hoch hinaus (DFB-Pokal-Achtelfinale) und tief bergab (Letzter in der Regionalliga) ging. Und zum anderen, weil Mario Basler als Trainer immer wieder polarisiert hat.

Aydin Ay war seinerzeit mittendrin. Der Mittelfeldakteur spielte von November 2008 bis Sommer 2010 beim SVE. „Insgesamt habe ich sehr schöne Erinnerungen an meine Zeit in Trier, auch wenn das Ende für mich nach dem Trainerwechsel von Mario Basler zu Reinhold Breu nicht so toll war.“

Ay kam nicht mehr zum Einsatz und entschied, als Fußballer das Halbprofitum zu beenden. Inzwischen ist der 38-Jährige, der im Hauptjob bei der Polizei arbeitet, seit mehreren Jahren Trainer. Als Coach des SV Alemannia Waldalgesheim kehrt er an diesem Samstag (14 Uhr) zum Auswärtsspiel bei Eintracht Trier ins Moselstadion zurück. Und trifft dabei auf SVE-Trainer Josef Cinar, mit dem er sich telefonisch immer wieder austauscht und mit dem er damals zusammen für Trier gespielt hat. Ay: „Josef war unser Kapitän. Er war auch wirklich ein Anführer, der sich immer für uns im Verein eingesetzt hat.“

Auf dem Papier kommt es im Moselstadion zu einem Topspiel. Waldalgesheim ist Zweiter in der Oberliga-Nordgruppe, Trier Tabellenführer. „Diese Momentaufnahme haben wir uns verdient. Es ist schon das Resultat einer kontinuierlichen Entwicklung bei uns im Verein. Ich freue mich auf ein cooles Spiel. Mal schauen, wie wir Trier Paroli bieten können“, sagt Ay.

Cinar hat Respekt vor der Arbeit bei der Alemannia: „Waldalgesheim zählt zu den stärkeren Teams. Hinten stehen ,Schränke‘ drin, und vorne agieren quirlige Jungs.“

Die Eintracht muss eine Hiobsbotschaft verkraften. Ömer Kahya­oglu hat sich im Spiel beim TSV Emmelshausen unter der Woche einen Mittelfußbruch zugezogen. Cinar: „Er wird zeitnah operiert und fällt erstmal sechs bis acht Wochen aus.“ Neben Maurice Roth, Tion Thaler und Leonel Brodersen ist Kahyaoglu der vierte Langzeitausfall in dieser Saison. Dennoch scheint der Kader breit genug aufgestellt, um auch den zusätzlichen Ausfall kompensieren zu können. Beste Belege dafür waren die jüngsten Erfolge gegen Mülheim-Kärlich (4:0) und in Emmelshausen (5:0), bei denen Cinar im Team kräftig rotiert hatte.

Wer gegen Waldalgesheim nun ran darf? Mitentscheidend wird laut Cinar die Frische der einzelnen Spieler sein.

Der SVE-Coach freut sich auf ein Wiedersehen mit Ay: „Als Spieler war er technisch versiert und hat Verantwortung übernommen. Ich habe ihn als sehr positiven Typen kennengelernt, der aber auch sehr emotional werden kann.“ Auch als Trainer? Das wird sich am Samstag zeigen.