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Fußball: Martin Wagener und sein Abschied beim SV Speicher

Regionaler Fußball : Sein Ziel beim SV Speicher: Klassenerhalt zum Abschied

Martin Wagener hört nach sieben Jahren als Trainer beim traditionsreichen Eifeler A-Ligisten SV Speicher auf. Er geht mit Wehmut - und äußert auch ein bisschen Kritik.

Die Verantwortlichen des Eifeler Fußball-A-Ligisten SV Speicher müssen sich für die neue Saison einen neuen Trainer suchen. Der aktuelle Coach Martin Wagener hat unlängst seinen Abschied angekündigt. Der in seiner siebten Saison an der Seitenlinie fungierende Übungsleiter habe sowohl den Vorstand als auch die Mannschaft über seinen Entschluss informiert, am Saisonende aufhören zu wollen. „Der Verein weiß, dass es meine letzte Spielzeit als verantwortlicher Trainer beim SV Speicher ist. Nachdem ich bereits im April des vergangenen Jahres angekündigt hatte, mein Traineramt niederzulegen und der Vorstand mich nochmals um eine Verlängerung gebeten hatte, steht mein jetziger Entschluss unwiderruflich fest. Bis zum Saisonende bin ich mit vollem Engagement dabei. Für den Klassenverbleib werde ich alles tun, um meinem Nachfolger eine A-Liga-Mannschaft zu übergeben“, sagt Wagener, der mit seinem Team mit 13 Punkten aktuell auf dem 13. und damit vorletzten Tabellenplatz der Kreisliga A rangiert.

Nach Angaben von Wagener laufen die Gespräche über eine Nachfolgelösung. Die Sportlichen Leiter Tobias Niehl und Christopher Nospes werden in Abstimmung mit dem Vorsitzenden Patrick Neumann einen neuen Trainer suchen. „Ich habe sehr viel getan, um in den vergangenen sieben Jahren sportlichen Erfolg zurück nach Speicher zu bringen. Gleichzeitig war mir immer wichtig, diesen Erfolg nachhaltig im Verein zu etablieren. Leider haben wir es im Verein nicht geschafft, Vorschläge zum Seniorenkader und zum Jugendkonzept aufzugreifen und in die Umsetzung zu bringen. Darüber bin ich persönlich enttäuscht“, sagt der Coach.

Der SV Speicher startete diese Saison ohne A-Jugend-Mannschaft. Gleichzeitig gab es einen freiwilligen Rückzug des Reserveteams in die unterste Kreisklasse. Diese Entscheidungen sieht Wagener für die sportliche Entwicklung der ersten Mannschaft kritisch.

Für die restliche Saison sieht der Trainer des SVS ein Ungleichgewicht in der Besetzung der Mannschaftspositionen: „Wir müssen eine Lösung finden, um unsere offensive Durchschlagskraft wiederzufinden. Gerade im Angriff haben wir im Sommer Qualität und Quantität verloren, die wir auch durch Umbesetzungen bisher nicht auffangen konnten.“

Hoffnung für die Rest-Saison macht Tim Roth. „Er hat zum Ende der Hinrunde einen klaren Formanstieg erkennen lassen. Er ist gleichfalls ein Hoffnungsträger wie Justin Molitor, der sich nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining befindet“, sagt Wagener.

In den verbleibenden Spielen in der Kreisliga A hofft der Coach, der den SVS zu zwei Aufstiegen und in zwei Kreispokalfinals geführt hat, auf den Klassenverbleib. Hierzu sollen von allen Beteiligten nochmal sämtliche Kräfte gebündelt werden. Derweil möchte sich Wagener ab dem Sommer alle Optionen offen halten, die von einer Pause bis zur Übernahme eines anderen Traineramts reichen: „Perspektivisch bin ich offen für interessante Anfragen unabhängig von Liga und Kreis. Es muss einfach passen.“

Zur neuen Saison wünscht Wagener seinem Herzensverein SV Speicher viel Erfolg: „Ich bin außerordentlich dankbar für die Chance, die der Verein mir gegeben hat und wünsche, dass der SVS auch in Zukunft noch die eine oder andere Erfolgsstory an der Lehmkaul schreiben wird.“