Fußball-Oberliga: Eintracht Trier besiegt Ludwigshafen mit 1:0

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Oberliga : Hauptsache gewonnen: Eintracht Trier zittert sich zu 1:0-Sieg gegen Ludwigshafen (Videos)

Tim Garnier erzielt das Tor des Abends – unter Mithilfe des Gegners.

Hauptsache gewonnen, werden sie sich im Eintracht-Lager sagen. Doch am Ende musste Trier ordentlich zittern, ehe am Freitagabend der 1:0-Erfolg gegen Arminia Ludwigshafen unter Dach und Fach war.

Die Eintracht brauchte vor 887 Zuschauern im Moselstadion die Mithilfe des Gegners, um nach 68 Minuten in Führung zu gehen. Per Querschläger beförderte Arminias Neuzugang Marvin Hezel im eigenen Strafraum den Ball in die Füße von Tim Garnier. Der für das Tor des Monats Oktober nominierte SVE-Angreifer hatte keine Mühe, diesmal schnörkellos zu treffen. Große Erleichterung beim SVE in einem Spiel, in dem die Eintracht tonangebend war, aber keinesfalls Leichtigkeit versprühte.

„Es war ein Kampfspiel“: Außenbahn-Akteur Leonel Brodersen im Interview

Eintracht-Trainer Josef Cinar reagierte taktisch und personell auf die schmerzhafte 0:2-Niederlage im Fußball-Rheinlandpokal beim FV Engers. Kevin Heinz, Garnier und Ömer Kahyaoglu (erst zum dritten Mal in dieser Saison) liefen in der Startelf auf, Dominik Kinscher, Jan Brandscheid und Sanoussy Balde blieben erstmal draußen.

Leonel Brodersen spielte offensiv im rechten Mittelfeld, hinter ihm agierte Jason Kaluanga. Edis Sinanovic rückte ins zentrale Mittelfeld – diese Konstellation war neu bei der Eintracht. Kevin Heinz nahm die Linksverteidigerposition ein.

„Man hat gemerkt, dass die Sicherheit etwas fehlt“: Die Spielanalyse von Triers Trainer Josef Cinar

Trier war bemüht, mit Diagonalbällen das Spiel breit zu machen und hinter die Abwehrkette der Gäste zu gelangen. Doch die Eintracht tat sich schwer, Tempo ins Spiel zu bekommen. Nach Ballgewinnen mangelte es an schnellem Umschalten – so war die Arminia nicht aus der Balance zu bringen.

Die Gäste verteidigten mit einer Fünfer-Abwehrreihe und einem knapp davor postierten Vierer-Mittelfeld geschickt und wurden nach ersten 20 verhaltenen Minuten etwas mutiger. Sie setzten auf eine Politik der Nadelstiche.

„Ich wünsche dem Verein, dass er aufsteigt“: Ludwigshafens Trainer Hakan Atik zeigt sich als netter Gast

Insgesamt brachten beide Teams aber vor der Pause keine Großchancen zustande. Arminia-Kapitän Nico Pantano wollte mit einem Fernschuss SVE-Torwart Denis Wieszolek übertölpeln, der Ball landete auf dem Tornetz (11.). Eintracht-Kapitän Simon Maurer verzog mit einem Dropkick nur recht knapp (38.).

Bei einem Konter in 3:1-Überzahl hätte Trier in der Nachspielzeit das 2:0 machen müssen – doch Brandscheid verpasste den Abschluss. So musste der SVE noch weitere 60 Sekunden lang bibbern, bis die drei Punkte eingetütet waren.

Eintracht Trier: Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga (64. Kinscher), Maurer, Kling, Heinz – Thayaparan – Brodersen, Salem, Sinanovic (84. Balde), Kahyaoglu – Garnier (78. Brandscheid)

Arminia Ludwigshafen: Jäger – Höhn, Evrard (76. Haxhija), Hezel, Herchenhan, Prokop (69. Gulde) – Mohamed (46. Jung), Adragna, Ehmann, Braun – Pantano

Tor: 1:0 Garnier (68.)

Schiedsrichter: Niclas Zemke

Zuschauer: 887

Mehr von Volksfreund