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Fußball-Oberliga: Eintracht Trier bleibt im Rennen um Platz eins - 3:2 gegen Ludwigshafen

Fußball-Oberliga : Eintracht Trier bleibt im Rennen um Platz eins

Der SVE tut sich im Heimspiel gegen Arminia Ludwigshafen schwer, ist aber zum richtigen Zeitpunkt abgezockt. In der Schlussphase können die Trierer den Sieg sichern.

Trier brauchte Geduld. Trier brauchte einen langen Atem. Und Trier schaffte es, einen eminent wichtigen Sieg zu erringen. Erst in der Schlussphase rang der SVE den eklig und gleichzeitig spielerisch stark auftretenden Gast aus Ludwigshafen vor 1614 Zuschauern im Moselstadion nieder. 3:2 gewann der SVE, der damit im Rennen um Platz eins in der Meisterrunde der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bleibt.

Vor der Pause nahm die Partie zu keinem Zeitpunkt so richtig Fahrt auf. Trier kam schwer rein, die Gäste waren in den Zweikämpfen griffiger. Und dennoch: Mit der ersten klaren Torchance ging die Eintracht in Führung. Verteidiger Fränz Sinner leitete einen Angriff über Kevin Heinz ein, der Sven König bediente. Während dessen Gegenspieler Jamie Tahedl vergeblich eine Abseitsstellung reklamierte, schaute sich Triers Goalgetter Nummer eins das lange Eck aus, in das er halbhoch traf (11.).

Die Moselaner standen fortan besser und hatten die Partie im Griff – und kassierten dennoch das 1:1. Marcel Bormeth düpierte Dominik Kinscher und traf trocken aus gut 20 Metern zum Ausgleich (23.).

Das Gegentor war ein Wirkungstreffer. Trier war zunächst konsterniert, der Eintracht fehlte die Struktur im Spiel. Erst in den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff verlagerte der SVE das Geschehen wieder näher ans Arminia-Tor. Aus dem Sattel gingen Spieler und Fans bei einem Zuspiel von Linus Wimmer auf König, der aufs Ludwigshafener Tor zulief, vor einem Abschluss aber von Tahedl entscheidend gestört wurde. König kam zu Fall, doch Schiedsrichter Fabian Knoll ließ weiterlaufen. Eine ganz enge Kiste – Tahedl, in dieser Szene letzter Mann bei den Gästen, spielte beim Tackling den Ball und traf gleichzeitig auch König.

Im Vergleich zum 5:2-Sieg in Wiesbach nahm SVE-Trainer Josef Cinar eine Änderung vor. Wimmer kam ins Team, dafür musste Felix Fischer weichen. Er stand gar nicht im Spieltagaufgebot, ebenso wie Jonas Amberg und Dylan Esmel.

Kurz nach dem Wiederanpfiff verhinderte Eintracht-Torwart Denis Wieszolek den Rückstand, als er bei einem Schuss von Nico Pantano per Reflex die Hand noch an den Ball brachte (52.). Trier legte eine Schippe drauf, scheiterte aber durch Christopher Bibaku am kurzen Pfosten (58.). Die Moselaner blieben dran, auch wenn es eine zähe Angelegenheit blieb. Bezahlt machte sich beim SVE die Einwechslung von Maurice Roth, der nach einer prima Vorlage König freie Fahrt ermöglichte. Triers Toptorjäger behielt erneut die Ruhe und traf zum 2:1 (72.). Vier Minuten später die Entscheidung: Nach einem Doppelpass mit Bibaku schloss Kinscher abgezockt zum 3:1 ab (76.).

In der sechsten Minute der Nachspielzeit kam Ludwigshafen noch zum 2:3 - zu einem Zeitpunkt, als die Eintracht nur noch in Unterzahl agieren konnte. Yannick Debrah musste angeschlagen vom Feld, der SVE hatte aber schon vier Mal gewechselt.

Die Eintracht zwang die Arminia in die Knie, distanzierte damit einen Aufstiegskonkurrenten und bleibt der Wormatia auf den Fersen.

Eintracht Trier: Wieszolek – Brodersen (59. Kaluanga), Maurer, Sinner, Heinz – R. Garnier – Sinanovic (65. Debrah), Wimmer (54. Roth), Kinscher, König – Bibaku (82. Brandscheid)

Ludwigshafen: Klug – Tahedl (46. Adragna), Jung (46. Hiemeleers), Hartlieb, Braun (82. Moncada) – Ehmann, Herchenhan, Polat (73. Monetta) – Pantano, Bormeth, Thum

Tore: 1:0 König (11.), 1:1 Bormeth (23.), 2:1 König (72.), 3:1 Kinscher (76.), 3:2 Ehmann (90./+6)

Schiedsrichter: Fabian Knoll

Zuschauer: 1614