Fußball-Oberliga: Eintracht Trier trifft auf Tabellenführer Elversberg II

Fußball-Oberliga : Eintracht Trier: Duell mit dem Überraschungs-Ersten

Die Moselaner treffen am heutigen Freitagabend im zweiten Heimspiel binnen vier Tagen auf die SV Elversberg II(19.30 Uhr, Moselstadion).

In der jüngeren Vereinsgeschichte war es eine der spannendsten und wegweisendsten Begegnungen. Mit 1:1 trennte sich Eintracht Trier am 27. November 2015 im Saarbrücker Ludwigsparkstadion von der SV Elversberg.  Mit diesem Remis – Christoph Anton traf damals nach herrlichem Solo für Trier – verteidigte die Eintracht zumindest vorübergehend die Tabellenführung in der Regionalliga Südwest.

Aktuell muss Trier in der Oberliga kleinere Brötchen backen – was sich auch darin äußert, dass Trier heute Abend (19.30 Uhr, Moselstadion) nur noch auf die Zweitvertretung der SV Elversberg trifft.

Einfacher für die Moselaner dürfte diese Partie aber auch nicht werden – die Saarländer stehen als Aufsteiger überraschend an der Tabellenspitze (bislang drei Siege, ein Unentschieden). „Ich habe die Mannschaft beim 4:2-Sieg gegen Eisbachtal beobachtet. Da waren Daniel Dahl und Ex-Bundesliga-Spieler Gaetan Krebs aus dem Kader der ersten Mannschaft die entscheidenden Leute. Wir müssen im Zentrum und auf den Außen stark sein. Elversberg II ist keine Mannschaft, die sich hinten reinstellt. Das liegt im Naturell der vielen jungen Spieler“, sagt Eintracht-Trainer Josef Cinar.

Ob Krebs heute gegen Trier im Kader steht, ist offen. Laut Elversberger Vereinsmitteilung kann Dahl wegen einer starken Hüftprellung nicht auflaufen. Zweifacher Elversberger Torschütze beim Erfolg gegen Eisbachtal war Gibriel Darkaoui, Ex-Jugendspieler von Eintracht Trier.

Dass sein Team in den bisherigen vier Oberliga-Spielen dieser Saison immer nur ein Tor erzielte, beunruhigt Cinar nicht: „Wir bekommen in jedem Spiel unsere Chancen. Wir werden mit der Zeit auch effektiver“, hat der Eintracht-Coach Vertrauen ins vorhandene Personal. Seine Rechnung: „Wenn Jan Brandscheid, den ich in sieben bis zehn Tagen im Mannschaftstraining zurückerwarte, wieder zur Verfügung steht, haben wir mit ihm und Tim Garnier zwei sehr gute Stürmer sowie mit Henrik Thul ein Talent hintendran.“

Doch was ist, wenn es – wie jetzt – verletzungsbedingt Ausfälle gibt? Die Eintracht hält nach einer weiteren Offensivkraft Ausschau, doch Kandidaten sind laut Cinar rar gesät: „Ein weiterer Stürmer würde uns gut zu Gesicht stehen. Aber der Markt gibt derzeit nicht so viel her. Wir bekommen immer wieder Spieler angeboten, doch deren Lebensläufe haben mich nicht restlos überzeugt.“

Auf der anderen Seite waren Kandidaten, die der SVE ins Auge gefasst hatte, nicht zu bekommen. Konstantinos Neofytos (ehemals FC Homburg), der sich laut Cinar einen Wechsel nach Trier hätte vorstellen können, entschied sich aus familiären Gründen für ein Engagement beim FK Pirmasens. Und Dimitrios Ferfelis von Wormatia Worms wollte laut SVE-Coach nicht in die Oberliga – er unterschrieb beim Regionalliga-Aufsteiger FC Gießen.

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