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Fußball-Oberliga: Kraftakt in Bingen - Eintracht Trier gewinnt 2:1

Fußball-Oberliga : Kraftakt in Bingen: Eintracht Trier gewinnt 2:1

Moselaner feiern zum Hinrundenende den neunten Sieg in Folge, den sich das Team am Ende der dritten englischen Woche in Folge hart erkämpft.

Offiziell war es ein Geisterspiel, in der Realität aber dann doch nicht. Die Mannschaft von Eintracht Trier kletterte nach dem Abpfiff den kleinen Erdwall hinter dem Tor im Stadion am Hessenhaus hinauf, um am Zaun mit rund 60 mitgereisten Anhängern den 2:1-Erfolg bei Hassia Bingen zu feiern. Die Eintracht-Fans standen gezwungenermaßen draußen, waren aber dennoch mitten drin.

Trier legte los wie die Feuerwehr. In der dritten Minute erzielten die Moselaner das 1:0. Sven König war erfolgreich, in seiner unnachahmlichen Art. Von der linken Seite zog er in den Strafraum, von wo aus er den Ball in den oberen Winkel donnerte – ein herrlicher Treffer.

Die Hassia ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit hohem Anlaufen und schnellem Umschaltspiel stellten die Rheinhessen die Gäste vor manche Probleme. Nur fünf Minuten nach dem Rückstand glich Bingen aus. Eine Hereingabe von Munkyu Seo rutschte durch die Trierer Reihen, am langen Pfosten war Shai Neal erfolgreich, der sich keinerlei Bewachung erwehren musste (8.).

Trier war in einer intensiv geführten Partie nicht immer so griffig wie zuletzt – hatte aber auch zweimal Aluminium-Pech. Kurz nach der Führung verpasste Dominik Kinscher das 2:0, als er den Ball an die Latte jagte (7.). Ebenfalls am Querbalken landete der Ball bei einem Schuss von Jan Brandscheid (38.), der im Sturm Christopher Bibaku ersetzte.

Bingen stand insgesamt mit seinem Mittelfeld und Angriff weit vorgeschoben. Schaffte es Trier, die beiden Reihen zu überspielen, ergaben sich Räume. Phasenweise tat sich der SVE aber schwer, auf dem schlechten Rasen in einen geordneten Spielaufbau zu kommen. Aufpassen musste die Eintracht-Defensive beständig auf die sehr agilen Seo und Neal.

Wie zu Spielbeginn kam die Eintracht auch nach der Pause hellwach aus der Kabine. In der 49. Minute schlug Trier mit einem direkt verwandelten Freistoß zurück. Verantwortlich  - na logo: Dominik Kinscher. Diesmal narrte er die gegnerische Mauer mit einem Flachschuss ins lange Eck – 2:1.

Die Emotionen kochten hoch, als es nach einem Foul an Jonas Amberg, der im Schussversuch zu Fall gebracht wurde, im Bingener Strafraum keinen Elfmeter gab (55.). SVE-Trainer Josef Cinar echauffierte sich – und kassierte vom Unparteiischen Matthias Edrich die Gelbe Karte.

Trier stand in der zweiten Halbzeit stabiler und war besser in den Zweikämpfen. Bingen agierte lange nicht mehr so wuchtig wie in der ersten Halbzeit. Routiniert brachte der SVE den Erfolg in einer hitzigen Schlussphase ins Ziel – es ist der neunte in Folge.

Hassia Bingen: Haas - Vassiliou, Radschuweit, Hohns, Amoako – Y. Haag (55. Mukamba), Neumann, P. Haag (75. Mehnatgir), Neal – Esmaieli, Seo (84. Roumeliotis)

Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga, Maurer, van Schaik, Heinz – Thayaparan (58. Amberg) – Sinanovic (90./+3 Schneider), R. Garnier, Kinscher (84. Fischer), König – Brandscheid (69. Bibaku)

Tore: 0:1 König (3.), 1:1 Neal (8.), 1:2 Kinscher (49.)

Schiedsrichter: Matthias Edrich

Zuschauer: 70 (außerhalb, hinter dem Tor)

Gelb-Rote Karte: Radschuweit (90./+4, wiederholtes Foulspiel)