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Fußball: Reinhold Breu (einst Eintracht Trier) heuert bei Austria Wien an

Fußball : Ex-Trierer Reinhold Breu heuert bei Austria Wien an

Warum der ehemalige Akteur und Trainer bei Eintracht Trier sowie langjährige Technische Direktor beim luxemburgischen Fußballverband statt wie geplant in seiner niederbayerischen Heimat nun bei Austria Wien gelandet ist.

Noch fehlen ein Tisch und ein Sofa. Als der TV Reinhold Breu telefonisch erreicht, ist er gerade in einem großen Möbelhaus in Wien auf Einkaufstour. In zwei Tagen soll der Umzug vollzogen sein – dann beginnt für den ehemaligen Spieler, Nachwuchskoordinator und Trainer von Eintracht Trier ein neues Fußball-Kapitel. Der 50-Jährige, der zuletzt zehn Jahre lang beim luxemburgischen Fußballverband Technischer Direktor und Trainer verschiedener Junioren-Nationalteams war, wird an der Seite seines langjährigen Kumpels Manfred Schmid Co-Trainer beim Traditionsverein Austria Wien. Statt wie geplant, sich in seiner niederbayerischen Heimat niederzulassen, also doch ein weiteres Abenteuer – nun im Herren-Profibereich. „Als Manfred mich anrief, habe ich drei Minuten lang mit meiner Frau darüber nachgedacht – und dann zugesagt. Er hat immer betont, dass er sich bei mir melden würde, wenn er mal einen Cheftrainerposten übernimmt. So ist es nun gekommen.“

Breu hatte nach seinem Abschied aus Luxemburg andere Pläne. Es schien auf einen Job als DFB-Stützpunktkoordinator für Südbayern hinauszulaufen. Angebote habe es auch vom FC Bayern München (als Trainer-Entwickler am Vereins-Campus) oder Jahn Regensburg (Koordinator im Leistungsbereich) gegeben. Doch dann „grätschte Manfred dazwischen“ (Breu).

Erfreulicher Nebeneffekt für den 50-Jährigen: Es kommt zur Familienzusammenführung. Sohn Luca, einst für die Basketballer der Gladiators Trier aktiv, studiert und arbeitet bereits in Wien. Reinhold Breus Ehefrau Pascale, derzeit noch Sekretärin an der Berufsbildenden Schule für Ernährung, Hauswirtschaft und Sozialpflege in Trier, zieht mit nach Österreich. In Bad Vöslau, rund 30 Kilometer südwestlich von Wien, bezieht die Familie ein Haus mit Garten.

Kommenden Montag beginnt dann der Ernst. Vorbereitungsstart bei der Austria, die seit längerer Zeit den eigenen Erwartungen hinterherhinkt und sich in der abgelaufenen Bundesliga-Saison erst auf den letzten Drücker noch für die neue Europa Conference League qualifiziert hat. Gegner dort in der zweiten Qualifikationsrunde im Juli könnte Racing Union Luxemburg sein.

Breus Aufgaben als Co-Trainer: Analyse des eigenen Teams und der Gegner, Vorbereitung von Trainingsinhalten im Bereich Ballbesitz/Offensive, Förderer der Toptalente im Verein, auf die der Club angesichts finanzieller Zwänge angewiesen ist. „Ich begebe mich auf ein heißes Pflaster. Aber diese Aufgabe bei der Austria ist eine tolle Herausforderung“, sagt Breu, der zwischen Juli 1996 und Dezember 1997 Spieler beim 24-fachen österreichischen Meister war und in dieser Zeit Teamkollege von Manfred Schmid war.

Seitdem hat sich viel getan bei den „Violetten“. Breu: „In puncto Infrastruktur ist nichts mehr so wie damals. Da hat sich der Verein sehr positiv entwickelt.“ Auch an Breu wird es nun liegen, ob die Austria auch sportlich die Kurve bekommt.