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Fußball-Rheinlandpokal: Eintracht Trier müht sich ins Viertelfinale

Fußball-Rheinlandpokal : Eintracht Trier müht sich ins Viertelfinale

Moselaner behalten im oberliga-internen Duell mit dem FC Karbach mit 1:0 die Oberhand. Jonas Amberg trifft sehenswert in einer Partie auf überschaubarem Niveau.

Eintracht-Trainer Josef Cinar redete gar nicht um den heißen Brei herum: „Es war kein schönes Spiel. Viel Abnutzungskampf, viele Unterbrechungen, wenig Spielfluss. Man hat gesehen, dass in unseren Reihen manch einer müde ist.“

Der Coach ließ mildernde Umstände gelten – der SVE ist im Rahmen der Vorbereitung dabei, die (konditionellen) Grundlagen für die neue Saison zu legen. Vergangenen Dienstag beispielsweise gab es einen in den Ergebnissen laut Cinar ansehnlichen, harten Zehn-Kilometer-Lauf.

Trier leistete sich vor 403 Zuschauern auf dem Nebenplatz des Moselstadions viele Ballverluste. Das Passspiel war nicht gut, zudem wurden kaum Bälle in der Vorwärtsbewegung festgemacht. Es war bezeichnend, dass dem einzigen Treffer des Abends eine der wenigen Aktionen vorausging, in der Tempo war. Kevin Heinz traute sich bei einem Vorstoß ins Eins-gegen-Eins zu gehen. Seine Hereingabe landete bei Amberg, der sehenswert mit einem Schlenzer ins Kreuzeck traf (73.). „Jonny ist schon gut für solche Fernschüsse", lobte Cinar, der den Flügelspieler erst neun Minuten zuvor eingewechselt hatte.

Das Tor war der Höhepunkt in einer Partie ohne Knalleffekte. Cinar: Wir konnten Karbach nicht wehtun, und Karbach konnte uns nicht wehtun.“ Gleichwohl attestierte der SVE-Coach dem Gegner einen „guten Spirit“ und eine „gute Arbeit gegen den Ball“.

Auch deshalb fuhr der FCK nicht unzufrieden zurück in den Rhein-Hunsrück-Kreis. „In der ersten Halbzeit haben wir vornehmlich gut verteidigt. Nach der Pause haben wir es dann auch vorne beim Anlaufen besser gemacht. Wir kamen in ein paar gute Angriffssituationen, die wir aber hätten besser ausspielen müssen“, befand FCK-Trainer Maximilian Junk, dessen Team ebenfalls im Grundlagentraining ist und taktisch noch Dinge ausprobiert – etwa die Dreier- und Viererkette in der Abwehr.  

So war Junk nach insgesamt zähen 90 Minuten hin- und hergerissen: „Einerseits bin ich traurig, dass wir nicht weitergekommen sind, andererseits bin ich aber auch nicht traurig darüber, am kommenden Mittwoch nicht spielen zu müssen.“

Dann steht bereits das Viertelfinale an. Trier trifft zu Hause auf den Sieger der Begegnung SG Hochwald-Zerf gegen Rot-Weiß Koblenz, die am Sonntag ausgetragen wird.

Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga, Maurer, Thayaparan, Heinz – Fischer – Schneider (64. Amberg), Roth (81. Sinanovic), Thaler (60. Kinscher), König (71. Kahyaoglu) – Brandscheid

FC Karbach: Bauer – Eberhardt, Peifer, Mohr, Puttkammer – Göderz (67. Kohns), Peuter, Denguezli (62. Hornetz), Peters (80. Kraft) – Oster (62. K. Leidig), Wilschrey

Tor: 1:0 Amberg (73.)

Schiedsrichter: Jan-Hagen Engel

Zuschauer: 403