Fußball-Rheinlandpokal: Eintracht Trier verliert im Viertelfinale in Engers

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Rheinlandpokal : „Cinar raus!“ - Fans von Eintracht Trier äußern Unmut nach Pokalniederlage gegen Engers

Eintracht Trier scheidet im Viertelfinale nach einer 0:2-Niederlage beim FV Engers aus. Anhänger kritisieren Trainer und Spieler.

Im dritten Jahr hintereinander ist für Oberligist Eintracht Trier im Fußball-Rheinlandpokal Endstation im Viertelfinale. Beim FV Engers unterlag die Eintracht am Freitagabend verdient mit 0:2. Im Spiel nach vorne fehlte der Eintracht jegliche Konsequenz. Der SVE verbuchte nicht eine Großchance.

Es überraschte nicht, dass die Partie vor allem kampfbetont war. Körperlichkeit war gefragt – nicht nur am Boden, sondern auch in einer Vielzahl von Kopfballduellen. Vor allem in den 15 Minuten vor der Pause kamen Nickligkeiten hinzu, was der Attraktivität der Partie nicht zuträglich war.

Großchancen vor der Pause? Da gab es nichts zu notieren. Ein Fernschuss hier, ein Abschluss aus dem Getümmel dort – beide Teams brachten vor dem Tor nichts Weltbewegendes zustande.

„Ich übernehme die Verantwortung für die Leistung der Mannschaft“: Eintracht-Trainer Josef Cinar im Interview

So bekam Triers Torwart Hendrik Bitzer zunächst nicht viel zu tun. Er kam in die Partie, weil Stammkraft Denis Wieszolek wegen einer Magen-Darm-Grippe passen musste. Die zuletzt angeschlagenen Simon Maurer, Milad Salem und Dominik Kinscher konnten beim SVE dagegen mitwirken.

Das 1:0 für Engers fiel aus dem Nichts. Nach einem Freistoß von Lukas Klappert brachte Jonathan Kap den Ball einfach mal per Kopf aufs Trierer Tor. Die Bogenlampe senkte sich über Triers Torwart Hendrik Bitzer ins Tor, der keine glückliche Figur machte (58.). 15 Minuten später der nächste Nackenschlag für die Eintracht. Nach einer Ecke köpfte Lukas Klappert aufs Trierer Tor. Bitzer kam nicht an den Ball – und Leonel Brodersen konnte nicht mehr retten. Das 2:0 - die Riesenenttäuschung für die Eintracht war perfekt.

In der Schlussphase spielten beide Teams nur noch zu zehnt. Erst sah Lukas Haubrich Gelb-Rot, dann musste der erst kurz zuvor eingewechselte Jonas Amberg mit glatt Rot runter – nach einem Foul an FVE-Torwart Stefan Djordjevic (85.), eine harte Entscheidung.

Nach der Partie äußerten die mitgereisten Eintracht-Fans ihren Unmut. In Richtung Trainer Josef Cinar riefen sie „Cinar raus“! Außerdem skandierten sie „Wir haben die Schnauze voll!“ Minutenlang versammelte sich die Mannschaft am Zaun vor dem Eintracht-Anhang.

 Engers trifft nun im Halbfinale des Rheinlandpokals zu Hause auf die Sportfreunde Eisbachtal, die sich im Viertelfinale locker mit 6:0 beim VfB Linz durchgesetzt hatten. Laut Rahmenterminplan soll die Vorschlussrunde, in der der FC Karbach und Rot-Weiß Koblenz die andere Partie bestreiten, am 18. März 2020 ausgetragen werden – Änderungen sind aber noch möglich.

FV Engers: Djordjevic – Fiege, Haubrich, L. Klappert, Horz – Stieffenhofer (63. Hermann), Splettstößer, Finkenbusch, Schlesiger (85. Gregatti) – Kap, S. Klappert (90./+1 Kremer)

Eintracht Trier: Bitzer –Brodersen, Maurer, Kling, Kaluanga – Sinanovic (63. Heinz), Balde (76. Amberg), Thayaparan, Salem – Kinscher (69. Garnier) – Brandscheid

Tore: 1:0 Kap (58.), 2:0 L. Klappert (73.)

Schiedsrichter: Ingo Kreutz

Gelb-Rote Karte: Haubrich (78.)

Rote Karte: Amberg (85., grobes Foulspiel)

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