Fußball-Rheinlandpokal: SG Ellscheid trifft auf Eintracht Trier

Fußball-Rheinlandpokal : SG Ellscheid trifft erneut auf Eintracht Trier

Die Eintracht gastiert im Achtelfinale am Mittwochabend bei der SG Ellscheid. Vor 14 Monaten gab’s die Partie im Pokal schon einmal – unter besonderen Begleitumständen.

Die schwarze Wand am Himmel kam unweigerlich näher. Und dann ging’s los. Es begann in Strömen zu regnen, zudem blitzte es heftig.

Wegen des Wetters war Ende August 2018 die Zweitrundenpartie im Fußball-Rheinlandpokal zwischen der SG Ellscheid und Eintracht Trier mit zwölfminütiger Verspätung angepfiffen worden.

Wenn sich beide Teams am Mittwochabend wieder im Pokal gegenüberstehen – diesmal im Achtelfinale – sieht die Wetterprognose erheblich besser aus. Auf dem Kunstrasen in Strohn treffen um 19.30 Uhr zwei Teams aufeinander, die in ihren Spielklassen zuletzt Wunden zu lecken hatten. Oberligist Trier musste beim FV Diefflen die dritte Auswärtsniederlage in Folge verarbeiten, der Rheinlandligist SG Ellscheid kassierte beim 2:5 gegen den SV Morbach die fünfte Pleite in Folge.

Anlass für Experimente bietet die Pokal-Partie für Eintracht-Trainer Josef Cinar nicht. „Ein Fingerzeig dafür ist, was anderen Vereinen schon widerfahren ist“, sagt Cinar – und verweist unter anderem auf das Pokal-Aus der TuS Koblenz beim Rheinlandligisten SG Mülheim-Kärlich. Der SVE-Coach will in „ziemlicher Bestbesetzung“ antreten. Fehlen wird auf jeden Fall Christoph Anton, bei dem sich die Diagnose Muskelbündelriss bestätigt hat. Die Zwangspause wird der Flügelspieler nutzen, um sich nächste Woche an der lädierten Schulter operieren zu lassen – ein Eingriff, der in nächster Zeit ohnehin angestanden hätte. Laut Cinar ist gegen die SG Ellscheid auch Kevin Kling fraglich (Rückenprobleme). Ob im Tor wie in den beiden bisherigen Pokalrunden Ersatzmann Hendrik Bitzer stehen wird, ließ Cinar offen.

Über recht wenige personelle Alternativen verfügt Cinars Trainerkollege bei der SGE, Niklas Wagner. Sieben Spieler aus dem engeren Kreis fehlen – die Verletztenmisere ist ein Grund für die jüngste Niederlagenserie. Was bei dieser auffällt: Von Woche zu Woche kassierte die SG Ellscheid stets ein Gegentor mehr. Die vergangenen Rheinlandliga-Resultate: 0:1, 1:2, 0:3, 1:4, 2:5. „Das gibt uns schon zu denken, vor allem, weil wir in der Vergangenheit immer auf eine stabile Defensive bauen konnten“, sagt Wagner, der dem Pokalspiel gegen Trier mit gemischten Gefühlen entgegenblickt: „Einerseits ist die Partie wegen unserer angespannten Personalsituation eine Zusatzbelastung. Aber ich freue mich für meine Jungs, dass sie jetzt mal ein Spiel ohne Druck und vor einer großen Zuschauerkulisse genießen können.“

Unangenehm soll sein Team aufttreten – und es soll möglichst individuelle Fehler minimieren. Anders als beim Pokalspiel gegen die Eintracht vor 14 Monaten, das die Moselaner dank drei (!) Kopfballtoren gewannen. „Da müssen wir aufpassen. Das ist in der Vorbereitung ein Thema“, sagt Wagner, der sich bei einem Ex-Eintrachtler Hinweise über individuelle Stärken und Schwächen mancher Trier-Akteure einholen will. Zur aktuellen Saison war Stephan Schuwerack vom SVE in die Vulkaneifel gewechselt. Wegen eines Innenbandrisses konnte er bislang nur ein Spiel für die SG Ellscheid absolvieren. Wagner: „Er ist seit zwei Wochen im Aufbautraining und macht einen guten Eindruck. Mal sehen, ob er es in den Kader fürs Pokalspiel schafft.“

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