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Gelungener Test: Eintracht Trier besiegt den TSV Schott Mainz mit 1:0

Fußball : Gelungener Test: Eintracht Trier besiegt den TSV Schott Mainz mit 1:0

Gegen den Regionalligisten trifft ein 25-jähriger Testspieler, der schon in fünf Ländern aktiv war.

Den Szenenapplaus der anderen Eintracht-Spieler hatte er sich bei seiner Auswechslung in der 82. Minute verdient. Christopher Bibaku, mit 1,90 Meter eine echte Kante im Sturm, hat sich als Testspieler gut präsentiert – und darüber hinaus auch noch das Tor des Tages zum 1:0-Sieg des SVE in Morbach gegen den Südwest-Regionalligisten TSV Schott Mainz beigesteuert. Nach Flanke von Kevin Heinz traf der Franzose zum 1:0 – der Treffer sah einfacher aus, als er tatsächlich war (68.).

Kommt ein Wechsel nach Trier infrage? Vielleicht. Bibaku war in seiner bisherigen Karriere schon eifrig auf Wanderschaft. Er spielte in seiner Heimat in Frankreich – und darüber hinaus in den vergangenen Jahren in Tschechien, Österreich, Finnland und Malta.

Eintracht-Trainer Josef Cinar bescheinigte dem Angreifer, der gegen Schott in der ersten Halbzeit mit einem Kopfball den Pfosten traf, einen „guten Eindruck“ hinterlassen zu haben. Dieses Urteil fällte er auch über den zweiten von insgesamt vier eingesetzten Probespielern, Felipe Vales Pina. Der 20-Jährige (zuletzt Freiburger FC) lief gegen Schott als Linksverteidiger auf, er kann aber auch die Außenbahn-Position im Mittelfeld bekleiden. Bleibt die Frage, ob die Eintracht auf dieser Position so dringenden Handlungsbedarf sieht wie im Angriff.

Mit dem Belgier Fadel Gobitaka (23, zuletzt Differdingen 03) wurde zudem ein Außenstürmer eingewechselt. Problem bei ihm: Aktuell ist er augenscheinlich nicht auf 100-prozentigem Fitnesslevel. Bleibt Torwart Maurice Brauns aus der U 19 des 1. FC Heidenheim. Er präsentierte sich aus Sicht von Cinar „solide“, unklar sei jedoch, ob die Erwartungen des Spielers und die des Vereins deckungsgleich sind.

Gegen Schott Mainz, trainiert vom aus Großlittgen (Kreis Bernkastel-Wittlich) stammenden Sascha Meeth, lieferte Trier einen Tag nach dem mühevollen Pokal-Erfolg gegen den FC Karbach eine engagierte Vorstellung ab. Hinten ließ das Team, das diesmal in der Innenverteidigung mit den Nachwuchskräften Juri Amidon (19) und Fränz Sinner (17) auflief, wie schon in den vergangenen Test- und Pokalspielen wenig zu. Nach vorne öffneten sich durch die Spielweise der Mainzer zudem Räume, die der SVE immer wieder suchte.

Nur einmal musste beim SVE etwas gezittert werden, als sich der Ball nach einem Freistoß von Etienne Portmann auf die Latte senkte (68.). Coach Cinar stellte mit Blick auf seine Mannschaft fest: „Das war eine richtig gute Teamleistung.“

Eintracht Trier: Olayo (46. Brauns) – Brodersen (74. Kaluanga), Amidon, Sinner, Pina (61. Heinz) – R. Garnier (74. Thayaparan) – Sinanovic (46. Gobitaka), Amberg (55. Kinscher), T. Garnier (74. Thaler), Kahyaoglu (69. König) – Bibaku (82. Schneider)

Tor: 1:0 Bibaku (68.)

Schiedsrichter: Arndt Collmann