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Gerätturnen: Louis Heil (17, Kröv) deutscher Vizemeister im Sechskampf

Gerätturnen : Louis Heil (17) aus Kröv wird deutscher Vizemeister im Sechskampf

Der Nachwuchssportler freut sich beim Deutschland-Cup in Paderborn über Rang zwei in seiner Altersklasse. Auch seine drei Jahre jüngere Schwester Annie war am Start. Sie bekam eine anfängliche Nervosität in den Griff.

Beim in Paderborn ausgetragenen Deutschland-Cup der Geräteturner ist der aus Kröv stammende Louis Heil Vizemeister in der männlichen Jugend der 16- und 17-Jährigen geworden. In der Leistungsklasse 2 (es gibt insgesamt vier Klassen, 1 ist die höchste) hatte der 17-Jährige, dessen Heimatverein der VfL Traben-Trarbach ist, einen Kür-Sechskampf zu bestreiten (Boden, Seitpferd, Ringe, Sprung, Barren, Reck).

Am stärksten präsentierte sich Heil, der für die KTV Koblenz in der 2. Turn-Bundesliga startet, beim Sprung. Dort gewann er mit sieben Zehntel Vorsprung deutlich vor der Konkurrenz. In der Endabrechnung fehlten lediglich vier Zehntel auf den Erstplatzierten Ayub Buamama aus Leipzig. Nach kurzem Ärger über den minimalen Rückstand stellte sich bei Heil, der dreimal pro Woche von seinem Heimatort  Kröv zum Training ins Leistungszentrum nach Niederwörresbach pendelt, große Freude über den zweiten Platz ein.

Auch seine 14-jährige Schwester Annie nimmt dieses wöchentliche Pensum auf sich. Sie erreichte beim Deutschland-Cup in der weiblichen Altersklasse der 14- und 15-Jährigen unter 28 Teilnehmerinnen Platz 14. Die Kröverin, deren Heimatverein ebenfalls der VfL Traben-Trarbach ist, war etwas nervös, sie musste zwei Stürze vom Balken in Kauf nehmen. Dafür holte sie beim Sprung wieder ein paar Zehntel auf. Erstmals präsentierte sie an diesem Gerät ein neu erlerntes Element.

Annie Heil war sehr froh, als Qualifikationsbeste des Turnverbands Mittelrhein beim Deutschland-Cup dabei sein zu dürfen. Für sie war es der erste große Wettkampf auf nationaler Ebene im Geräte-Vierkampf (Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden) in der Leistungsklasse 2.

Neben den turnerischen Leistungen bleibt dem Duo die gute Wettkampforganisation im Gedächtnis. Gewöhnungsbedürftig war allerdings die gespenstisch anmutende Atmosphäre aufgrund des strengen Corona-Hygienekonzepts.