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Leichtathletik-EM
Gesa Krause spart Kräfte fürs Finale

Gesa Krause hat das EM-Finale am Sonntag souverän erreicht.
Gesa Krause hat das EM-Finale am Sonntag souverän erreicht. FOTO: Holger Teusch
Berlin. Pflichtaufgabe erfüllt! Souverän hat Gesa Felicitas Krause gestern den Vorlauf über 3000 Meter Hindernis bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin gemeistert. Die Titelverteidigerin vom Verein Silvesterlauf Trier sicherte sich den Finalplatz (Sonntag, 20.55 Uhr, ARD) als Drittplatzierte des zweiten Qualifikationsrennens in Saisonbestzeit von 9:33,51 Minuten hinter der Schweizerin Fabienne Schlumpf (9:32,32) und Luiza Gega (Albanien/9:33,11).

Den ersten Vorlauf gewann Europas Jahresbeste Karoline  Grøvdal (Norwegen) in 9:34,23 Minuten. Deutschlands bisherige Jahresbeste Elena Burkard (LG Nordschwarzwald) löste als Viertplatzierte in 9:34,63 Minuten ebenfalls das Finalticket.

„Ich habe versucht, locker zu bleiben und ein kontrolliertes Rennen zu laufen“, erklärte Krause. Kraft sparen war angesagt. Nur als ungeliebte Pflichtaufgabe sieht sie den Vorlauf nicht: „Man lernt die Abläufe vor Ort kennen, sieht, wie viel Zeit man wofür braucht und kann das gegebenenfalls fürs Finale noch einmal optimieren.“

Außerdem konnte sie schon einmal einen Einblick bekommen, wie die Konkurrenz in Form ist. „Man darf keine unterschätzen“, sagt Krause. Nach den bisherigen Jahres-Resultaten liegen außer Grøvdal (9:18,36) und Gega (9:22,00) die europäischen Läuferinnen dicht zusammen. Krause: „Ich denke, sechs Mädels werden am Anfang vorne mitmischen.“

Die Atmosphäre im Berliner Olympiastadion sei schon am Freitagmittag gut gewesen. „Aber das war nur ein kleiner Vorgeschmack“, glaubt Krause. Wenn eine Deutsche am Sonntag vorne mit dabei ist, werde die Stimmung überkochen. Und Krause möchte die Köchin sein.