Gladiators Trier 2019: Playoffs, starke Jugend und Herr Hubbs

Jahresrückblick: Gladiators Trier : Playoffs, starke Jugend und Herr Hubbs

Die Römerstrom Gladiators Trier haben im Jahr 2019 viel erlebt: Von berauschenden Heimspielen, einer Rekord-Pleite und einem Neuzugang, der doch nicht kommen wollte.

2019 geht so langsam zu Ende – und Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier steckt mitten in der fünften Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte. Nach einer Siegesserie zum Jahresende ist das Team von Cheftrainer Christian Held dick im Playoffgeschäft. Spielen die Gladiatoren so weiter, dürfte das was werden mit der fünften Playoff-Teilnahme im fünften ProA-Jahr. Bevor es so weit ist, lohnt jedoch noch mal ein Blick zurück auf die vergangenen Monate. Wie in einem packenden Basketballduell erlebten die Gladiatoren auch im Jahr 2019 jede Menge Hochs und Tiefs. Nachdem es gleich zu Beginn im Januar einen berauschenden Heimerfolg gegen den späteren Aufsteiger Hamburg Towers feiern konnte, setzte es nur einen Monat später die höchste Heimniederlage der Gladiators-Geschichte – mit 55:95 ging Trier gegen Absteiger Hanau Baden. Dank sechs Siegen aus sieben Spielen zum Saisonende schob sich die Mannschaft des jungen Chefcoaches Christian Held noch in die Playoffs. Ohne die Verletzten Simon Schmitz und Kyle Dranginis war dann gegen die Nürnberg Falcons nicht viel zu holen: 0:3 hieß es nach drei Partien. Die Franken um den überragenden Power Forward Ishmail Wainwright, der heute für Vechta in der Bundesliga spielt, sie waren einfach eine Nummer zu stark. Christian Held gestand danach: „Da war nicht mehr drin. Nürnberg waren zu dem Zeitpunkt einfach besser.“

Und dann war da 2019 noch ...

... ein Neuzugang, der nicht im Flugzeug saß: Eigentlich war Anfang August alles angerichtet: Die Trikotnummer geklärt, die Wohnung besorgt, die Flugtickets gebucht. Eigentlich wäre alles ganz einfach gewesen für Robert Hubbs III, den einzigen geplanten Neuzugang der Gladiators. Der 24-Jährige hätte  in Memphis nur in den Flieger steigen und sich gemütlich rüberfliegen lassen müssen nach Frankfurt. Dort hätte ihn ein Gladiators-Mitarbeiter abgeholt und an die Mosel kutschiert – doch es kam anders: Der Flieger landete in Frankfurt, auch der Gladiators-Fahrer stand am Ausgang bereit, doch Robert Hubbs war nicht da. Der US-Amerikaner hatte es sich anders überlegt, war erst gar nicht in den Flieger gestiegen und spielte folglich auch nie für Trier. Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz gestand im Volksfreund: „Ich habe so etwas noch nicht erlebt.“ Statt Hubbs holte Trier dann Jordan Geist – und der Amerikaner ist in seiner ersten Profisaison richtig stark unterwegs, ist einer der Leistungsträger in der Saison 2019/2020.

Foto: Sebastian Schwarz

... ein schwer verletzter Kapitän: Simon Schmitz hatte in seiner Gladiators-Zeit immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Mitte November gab’s den nächsten Schock für den 29-Jährigen: Ödem – eine Wassereinlagerung – am Talus-Knochen im Bereich des Fußgelenks, lautete die Diagnose. An dieser Stelle war Schmitz bereits im Sommer operiert worden. „Simon wird mindestens zwei Monate ausfallen“, erläuterte Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz. „Dann ist ein nächstes MRT geplant, nachdem entschieden wird, wie es weitergeht.“ Nachdem der Club zunächst keinen Ersatz für Schmitz verpflichten wollte, folgte im Dezember doch noch ein Transfer: Chase Adams kam aus Rostock.

Foto: Marek Fritzen
Foto: Sebastian J. Schwarz/sjs / Sebastian J. Schwarz

... Trierer Nachwuchsteams in der JBBL und NBBL: Zum ersten Mal sind die Gladiatoren sowohl in der Jugend- (U16) als auch in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (U18) vertreten. Speziell das JBBL-Team sorgt für positive Nachrichten. belegt aktuell Platz eins in Relegationsrunde drei vor Leverkusen und Bamberg.